Aventin Blog: Griechenland
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Sonntag, 25. März 2018

25. März in Griechenland Nationaler Feiertag in Griechenland

25. März in Griechenland Nationaler Feiertag in Griechenland:


Was heute vor fast 200 Jahren in Griechenland geschah! - Die Festung Mesolongion am Golf von Patras hatte bereits zweimal den langen türkischen Belagerungen getrotzt. Der Ort gilt als Symbol des griechischen Freiheitskampfes.



Freitag, 8. Mai 2015

Sankt Georg und der Pfannkuchenesser • Legende aus Santorin


Auf der Insel Santorin lebte einst eine arme Frau, die einen Sohn hatte. Dieser Sohn wanderte aus, um Arbeit zu finden. Als er fort war, ging seine Mutter jeden Tag zur Kirche St. Georg und betete zu dem Heiligen, er möge doch ihrem Sohn helfen, gesund zu bleiben und gute Arbeit zu finden. Eines Tages bekam die Frau einen Brief von ihrem Sohn, darin stand, dass er viel Geld verdient hätte und bald zurückkommen werde. Als Dank brachte die Mutter, da sie nichts anders hatte, dem Heiligen einen wunderbaren Pfannkuchen, mit Zwiebeln und vielen Kräutern gebacken, zur Kirche. Kurze Zeit später besuchte ein Mann die Kirche um zu beten. Er schnupperte, ging dem Duft nach und fand den noch dampfenden Pfannkuchen. Da er gierig und hungrig war und ihm der Magen knurrte, aß er, ohne lange zu überlegen, die dem St. Georg geweihte Speise auf. Als er den letzten Bissen hinuntergeschluckt hatte, wandte er sich um und wollte die Kirche verlassen. Aber er fand keine Tür mehr. Dort, wo er hereingekommen war, sah er nur noch Mauerwerk. Er schaute sich im ganzen Kirchenraum um, fand aber keinen Ausgang. Da fiel der Mann auf die Knie, flehte den hl. Georg an und versprach ihm Geld und Reichtümer. Das hatte keinen Erfolg. Er blieb lebendig eingemauert. Schließlich sagte der Mann: "Heiliger Georg, ich bringe Dir einen Pfannkuchen, der wird genauso groß sein, wie jener, den ich hier gefunden und aufgegessen habe!" Kaum hatte er den Satz zu Ende gesprochen, da öffnete sich direkt ihm gegenüber das Mauerwerk und die Tür  war plötzlich wieder da. Der Mann lief sofort hinaus und erzählte allen, die es hören wollten, sein Erlebnis. Am nächsten Tag ging er von Haus zu Haus und lud das ganze Dorf ein: Sie sollten alle am Abend vor die Kirche kommen. Als die Bewohner am Abend auf dem Kirchplatz erschienen, staunten sie nicht schlecht. Der Mann hatte einen riesigen Berg von Pfannkuchen gebacken und jeder der wollte, durfte soviel davon essen, wie er verdrücken konnte. Natürlich wurde auch dem Heiligen Georg ein großer Stapel Pfannkuchen in die Kirche gestellt. 

Das hat allen so gut gefallen, dass das kleine Dorf auf der Vulkaninsel Santorin seit dieser Zeit jedes Jahr am gleichen Tag das Fest des Heiligen Georg vor den offenen Kirchentüren mit Pfannkuchen feiert.







Samstag, 24. Januar 2015

Fabeln von Aesop | Wer war Aesop und wo und wann lebte er?


Äsop (griechisch Αἴσωπος Aísōpos, latinisiert Aesopus, eingedeutscht Aesop, Aisop) war ein berühmter griechischer Dichter. Bei seinen Fabeln handelt es sich um mythische und säkulare kurze Geschichten, die als Gleichnisse in Erscheinung treten. 

Die angesprochenen menschlichen Schwächen wie Neid, Dummheit, Geiz oder Eitelkeit und die Stoffe und Figuren stammen aus dem 6. Jahrhundert v. Chr in Griechenland. Handlungsträger sind Tiere, Pflanzen, Götter und bekannte Menschen seiner Zeit. Äsops Fabeln werten, urteilen und demaskieren zwar, vernichten oder verdammen aber nicht. Seine Geschichten waren in den mittelalterlichen Klosterschulen ein sehr häufig verwendeter Lesestoff. (Wikipedia)






Dienstag, 17. Januar 2012

Die lykischen Bauern | Die Frösche | Metamorphosen Ovid

aventin.blogspot.com
Oftmals erzählen sich Leute alte Geschichten. Einer berichtet: „Auch Lyciens Bauern, des fruchtbaren Landes, mussten vor Zeiten büßen, die Göttin verachtet zu haben. Wenig bekannt ist es zwar, da niedere Leute betroffen, aber doch erstaunlich. Ich sah selbst den Teich und die Stätte, die durch das Wunder bekannt sind. Denn mein schon älterer Vater, welcher nicht mehr zu größerer Reise fähig ist, befahl mir, erlesene Rinder von dort zu holen und gab mir selber aus jenem Volk einen Führer. Und wie ich mit diesem die Weiden durchwandre, siehe, da steht inmitten eines Sees, schwarz von der Asche der Opfer, ein alter Altar, umgeben von schwankendem Schilfrohr. „Sei mir gnädig“ sagt mein Führer stehend bleibend in scheuem Gemurmel und gleich ihm sage auch ich: „Sei mir gnädig!“ Dennoch frage ich, ob dieser Altar den Najaden, dem Faunus, oder einem heimischen Gott geweiht sei. Der Fremde erwidert: „Nicht einer Gottheit der Berge, o Jüngling, gehört der Altar hier; Latona gehört er, der Gemahlin des Königs, die einst von der Erde verwiesen wurde. Kaum nahm sie auf ihre Bitten Delos auf, die irrende Insel, die damals noch flüchtig umher schwamm, brachte sie dort, an die Palme und an den Baum der Pallas sich stemmend, Zwillinge zur Welt - die Stiefmutter sah es mit Ingrimm - . Aber auch hier, so erzählt man, entfloh die junge Mutter vor Juno und trug am Busen ihre Kinder, zwei göttliche Wesen. Und schon war sie in Lykien, die Göttin, im Land der Chimaera. Glühende Sonne verbrannte hier die Felder. Ermüdet von langer Mühe, war sie durstig geworden. Gierig hatten die Kinder die Milch der Brüste getrunken. Da sah sie durch Zufall dieses kleine Gewässer im Grunde des Tales und Bauersleute darin, die buschige Weiden schnitten, Binsengebüsch und Feuchtigkeit liebendes Schilfrohr. Näher trat sie heran, die Titanin. Sie kniete zur Erde nieder, um sich so kühlendes Wasser zum Trunk zu schöpfen, aber die Menschenmenge verbot es ihr. Da sprach die Göttin zu den Bauern: „Wie? Ihr verwehrt mir das Wasser? Das ist doch allen gemeinsam! Niemand gab die Natur, die Sonne, die Luft und das feine Wasser zu eigen. Ich kam zu Gaben, die allen gehören! Dennoch bitte ich euch innig, es mir zu schenken! Ich wollte nicht meinen Leib hier waschen noch meine ermüdeten Glieder, einzig meinen Durst will ich löschen. Mir fehlt beim Sprechen die Feuchte, mir ist die Kehle vertrocknet, kaum kann sie die Stimme durchdringen. Ein Schluck des Wassers ist mir Nektar! Ich bekenne auch, Leben empfangen zu haben: ihr schenkt mir das Leben im Wasser. Auch diese sollten euch rühren, die hier am Busen die zarten Ärmchen strecken!“ Und wirklich, die Kinder streckten die Arme aus. Konnte man da den gewinnenden Worten der Göttin widerstehen? Die Bauern aber blieben dabei, es ihr zu wehren, trotz all der Bitten, sie drohten ihr sogar, wenn sie nicht ginge und wagten es zudem, sie zu schmähen. Nicht einmal das genügte ihnen, sie trübten mit Händen und Füßen noch das Gewässer und wühlten mit neidischen Sprüngen den weichen Schlamm des Sees aus dem untersten Grund, bald hierhin, bald dorthin. Zorn übermannte nun den Durst der Geliebten des Zeus, sie flehte nimmer Unwürdige an. Sie ertrug es nicht länger, in Worten sich zu ergeben, die die Göttin entehrten. Zum Himmel erhob sie die Arme und rief: „So lebt denn auf ewig in eurem Teiche!“ Und es geschah, was die Göttin gewünscht. Mit großem Vergnügen leben sie nun im Wasser. Bald tauchen sie ganz in den Sumpf ein und strecken nur den Kopf hervor, bald schwimmen sie an der Oberfläche. Häufig sitzen sie auch am Ufer des Teiches und springen wieder zurück in das kalte Gewässer. Noch immer üben sie sich gern im Streit mit schändlichen Zungen und versuchen, wenn auch im Wasser, die Göttin schamlos quakend zu schmähen. Ihre Stimmen sind rau und die Hälse sind ihnen geschwollen. Gerade das Schimpfen dehnt ihnen die geräumigen Mäuler. Rücken und Köpfe sind zusammengerückt, die Hälse verschwunden. Grün ist der Rücken und weißlich der mächtige Bauch und als neue Wesen springen sie jetzt im schlammigen Gewässer: die Frösche!








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