Aventin Blog: Sohn
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Dienstag, 7. Juni 2016

Der Axtdieb | Vorurteile | Geschichte aus China


Ein Mann hatte seine Axt verloren und vermutete, dass der Sohn des Nachbarn sie ihm gestohlen habe. Er beobachtete ihn daher ganz genau: Sein Gang und sein Blick waren ganz der eines Axtdiebes. Alles, was er tat und auch wie er sich benahm, sah nach einem Axtdieb aus. 

Einige Zeit später fand der Mann zufällig seine Axt unter einem Bretterhaufen wieder.

Am Tag darauf begegnete der Mann wieder dem Sohn des Nachbarn: Sein Gang war nicht der eines Axtdiebes und auch sein Blick war es nicht. Er sah ganz anders aus und benahm sich auch nicht wie ein Axtdieb.  

Lehre: 
Vorurteile machen blind und trüben den Blick!






Dienstag, 28. April 2015

Unübertrefflicher Sparsinn • Fabel aus Vietnam

In Hanoi lebte und wirkte einst ein weiser Mann, zu dem brachten viele Eltern ihre heranwachsenden Söhne, damit er sie in aller Lebenskunst, darunter auch im rechten Wirtschaften, unterweise. Eines Tages schickte der Meister einen ihm anvertrauten jungen Mann auf den Markt, er sollte Opferkuchen für ein Ahnenopfer einkaufen, aber sich sonst nichts aufschwätzen lassen. Der kam nach einiger Zeit wieder, brachte auch einen schönen Opferkuchen mit, doch außerdem trug er unter dem Arm ein mageres, ängstlich gackerndes Hühnchen. "Was soll das, ungehorsamer und törichter Freund?" erkundigte sich der Lehrer unwillig. Der Schüler antwortete freundlich: "Bitte, Meister, höre an, was ich mir gedacht habe. Wenn ich den Kuchen zum Opfer zerbreche, werden dabei eine Menge Krümel auf die Erde fallen; wäre es nicht schade um sie? Das Hühnchen aber wird sie aufpicken, davon wachsen, später Eier legen. Die Eier und auch das Huhn kann man dann mit gutem Gewissen verkaufen. Dünkt dich das töricht gehandelt?" "Genug! Bravo, junger Meister der Meister!" rief der Lehrer. "Wenn du nicht willst, dass ich in Zukunft bei dir Unterricht nehme, so kehre zu deinen Eltern zurück!" (Vietnam)







Donnerstag, 19. März 2015

Über die Verantwortung bei der Erziehung • Novelle aus dem Maghreb

Es versteht sich, dass in Maghrebinien, wo so gründliches Augenmerk auf die Bildung der Jugend geworfen wird, ein edler Wettstreit zwischen den Vätern herrsche: jeder nämlich wünscht seinem Sohn die beste und umfassendste der Erziehungen angedeihen zu lassen. 

So berichtet man von einem Mann, dem ein Sohn geboren worden war. Voll Stolz und voll von dem Bewusstsein der Verantwortung, die nunmehr auf ihm lastete, begab er sich in seinen Garten und schritt grübelnd auf und ab, beständig überlegend, welches die allerbeste und umfassendste der Erziehungen wäre, die er seinem Nachkommen geben könnte. So schritt er Stunde um Stunde und Tag um Tag in seinem Garten auf und ab, und eines Tages trat ein junger Mensch an ihn heran und klopfte ihm auf die Schulter -: Es war sein Sohn, der inzwischen zum Manne herangewachsen war.








Samstag, 7. März 2015

Rechenrätsel • Sohn, Vater und Großvater • Wie alt ist jeder?



Sohn, Vater und Großvater zählen 111 Jahre.
Der Vater ist 24 Jahre älter als der Sohn,
Der Großvater 30 Jahre älter als der Vater.
Wie alt ist jeder?



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Montag, 16. Februar 2015

Vater und Sohn mit dem Esel | Ein seltsamer Spazierritt | Fabel von Johann Peter Hebel

aventin.blogspot.com

Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Hause und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. Da kommt ein Wanderer und sagt: "Das ist nicht recht, Vater, dass Ihr reitet und lasst Euren Sohn laufen; Ihr habt stärkere Glieder." Da steigt der Vater vom Esel herab und lässt den Sohn reiten. 

Wieder kommt ein Wandersmann und sagt: "Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässt deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine." Da sitzen beide auf und reiten eine Strecke. 

Nun kommt ein dritter Wandersmann und sagt: "Was ist das für ein Unverstand, zwei Kerle auf einem so schwachen Tier?" Sollte man nicht einen Stock nehmen und euch beide herunter hauen?" Da steigen beide ab und gehen zu Fuß, rechts der Vater und links der Sohn, in der Mitte der Esel. 

Schon kommt ein vierter Wandersmann und sagt: "Ihr seid drei kuriose Gesellen. Ist's nicht genug, wenn zwei zu Fuß gehen?" Da bindet der Vater dem Esel die vorderen Beine und der Sohn die Hinterbeine zusammen, ziehen eine starke Holzstange hindurch, die an der Straße gelegen hat und tragen den Esel auf der Schulter nach Hause.

Lehre: 
So weit kann es kommen, wenn man es allen Leuten recht machen will!





Freitag, 9. Dezember 2011

Vom Dieb und vom Sonnengott | Fabel von Aesop

aventin.blogspot.com

Leute, die in der Nachbarschaft eines Diebes wohnten, nahmen an dessen Hochzeitsfeier teil. Da kam ein weiser Mann hinzu. Als er die Nachbarn gratulieren sah, begann er mit einer Erzählung. "Vernehmt die Geschichte", so sprach er. Der  Sonnengott wollte sich eine Frau nehmen. Da waren alle Leute dagegen und wandten sich mit lautem Geschrei vorwurfsvoll an Jupiter. Das veranlasste den Gott, danach zu fragen, was ihnen denn Böses widerfahren sei. Einer aus der Menge antwortete Jupiter: " Bis jetzt gibt es nur eine Sonne, und bereits diese bringt mit ihrer Hitze alles in Unordnung, so dass die ganze Natur Mangel leidet. Was aber wird aus uns werden, wenn der Sonnengott noch Söhne zeugt?"

Lehre:
Wehret den Anfängen









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