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Donnerstag, 21. Februar 2019

Dienstag, 20. Oktober 2015

Wirkungen und Zusammenhänge • Frei nach Johann Wolfgang Goethe

Alle Wirkungen, von welcher Art sie auch seien, die wir in der Erfahrung bemerken, hängen auf die stetigste Weise zusammen, gehen ineinander über; sie undulieren von der ersten bis zur letzten. Dass man sie voneinander trennt, sie einander entgegensetzt, sie untereinander vermengt, ist unvermeidlich; doch musste daher in der Gesellschaft ein grenzenloser Widerstreit entstehen. Starre alternativlose Pedanterie und verflößender Mystizismus bringen beide gleiches Unheil. Aber jene Tätigkeiten, von der gemeinsten bis zur höchsten, vom Ziegelstein, der vom Dach stürzt, bis zum leuchtenden Geistesblick, der dir aufgeht und den du mitteilst, reihen sich aneinander. Wir versuchen es auszusprechen:


Zufällt,
Mechanisch,
Physisch,
Chemisch,
Organisch,
Psychisch,
Ethisch,
Religiös,
Genial.


Ein Ziegelstein löst sich vom Dach los, wir nennen dies im gemeinen Sinn zufällig; er trifft die Schulter eines Vorübergehenden doch wohl mechanisch; allein nicht ganz mechanisch, er folgt den Gesetzen der Schwere, und so wirkt er physisch. Die zerrissenen Lebensgefäße geben sogleich ihre Funktion auf, im Augenblick wirken die Säfte chemisch, die elementaren Eigenschaften treten hervor. Allein das gestörte organische Leben widersetzt sich und ebenso schnell versucht es sich wiederherzustellen; indessen ist das menschliche Ganze mehr oder weniger bewusstlos oder psychisch zerrüttet. Die sich wiederkennende Person fühlt sich ethisch im tiefsten verletzt, sie beklagt ihre gestörte Tätigkeit, von welcher Art sie auch sei, aber ungern ergibt sie sich in Geduld. Religiös hingegen wird ihr leicht, diesen Fall einer höheren Schickung zuzuschreiben, ihn als Bewahrung vor größerem Übel, als Einleitung zu höherem Guten anzusehen. Dies reicht hin für den Leidenden; aber der Genesende erhebt sich genial, vertraut Gott und sich selbst und fühlt sich gerettet; ergreift auch wohl das Zufällige, wendet es zu seinem Vorteil, um den ewig frischen Lebenskreis fortzuführen. 







Freitag, 22. Mai 2015

Monopteros (Tempel) im Englischen Garten zu München

Der Monopteros im Englischen Garten zu München ist ein Rundbau mit Säulen, der keinen geschlossenen Innenraum besitzt. In der Antike dienten Monopteroi unter anderem als eine Art Baldachin für ein Kultbild. 

Der Englische Garten selbst ist eine 375 ha (3,75 km²) große Grünanlage im Münchner Nordosten am Westufer der Isar und gehört damit zu den größten Parkanlagen der Welt. Die Bezeichnung rührt von den englischen Landschaftsgärten her, die von Friedrich Ludwig von Sckell bei der Gestaltung des Geländes zum Vorbild genommen wurden. 

Der etwa 16 Meter hohe Rundtempel im klassizistisch-griechischen Stil wurde nach einem Entwurf von Leo von Klenze aus Kelheimer Kalkstein errichtet. 1836 war das Bauwerk fertiggestellt. In den 1960er Jahren entwickelte sich der Hügel des Monopteros als Treffpunkt von Alternativen, Kleinkünstlern, Hippies und „Gammlern“ und trug dazu bei, den Englischen Garten über die Grenzen Münchens als Symbol zunächst der Gegenkultur und später auch der Weltoffenheit hinaus bekannt werden zu lassen. (Wikipedia)








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