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Montag, 11. März 2019

Der Bauernsohn und die Katze - Märchen aus Island

Der Bauernsohn und die Katze

Eine alte Bauernfamilie und eine Königsfamilie lebten einmal im gleichen Reich. Zuerst soll von den Bauern erzählt werden.

Dienstag, 27. März 2018

Der Bauer und der Boggart Märchen aus England - Lincolnshire

Der Bauer und der Boggart Märchen aus England - Lincolnshire:

Märchen aus England - Der Bauer und der Boggart - Es war einmal ein Bauer, der lebte in Mumby, nahe Alford in Lincolnshire. Er hatte einen schönen Hof, aber er überlegte, dass er eigentlich noch zwei Felder mehr gebrauchen könnte. Also kaufte er ein Stück Land und war mit dem Handel zufrieden, denn der Boden war gut.


Dienstag, 2. August 2016

Warum es keinen Krieg geben darf | Chinesisches Märchen | Ernst Pezoldt


Als ein Krieg zwischen zwei benachbarten Völkern unvermeidlich schien, schickten die feindlichen Feldherrn Späher aus, um zu erkunden, wo man am leichtesten in das Nachbarland einfallen könne. 

Als die Kundschafter dann zurück kehrten, berichteten sie ihren Vorgesetzten, dass es nur eine Stelle an der Grenze gäbe, wo man in das andere Land einzubrechen könne. "Dort aber", sagten sie, "wohnt ein braver kleiner Bauer in einem kleinen Haus mit seiner anmutigen Frau. Sie lieben einander und es heißt, dass sie die glücklichsten Menschen auf der Welt seinen, da sie ein Kind hätten. Wenn wir nun über das kleine Grundstück in das Feindesland einmarschieren, dann würden wir das große Glück zerstören. Also darf es keinen Krieg geben".

Das sahen die Feldherren dann auch wohl ein, und der Krieg unterblieb, wie jeder Mensch begreifen kann. 





Mittwoch, 4. Mai 2016

Berlin - Ein großes Dorf | Redegewandtheit | Johann Wilhelm von Archenholtz


Eine preußische Hofdame, die einst in dem Gemach der Königin einen französischen Obersten unterhielt, fragte ihn, was er von Berlin dächte. Die Antwort des Franzosen war: "Ich betrachte es wie ein großes Dorf."

Die durch diese so unerwartete Grobheit beleidigte Hofdame hatte aber Gegenwart des Geistes genug, um folgende schöne Antwort zu geben: "Sie haben wohl recht, mein Herr, seitdem die französischen Bauern in Berlin sind, hat es mit einem Dorf viel Ähnliches, sonst aber ist es eine recht gute Stadt."





Dienstag, 5. April 2016

Der Berggeist Rübezahl und der Bauer | Sage aus dem Riesengebirge


Ein Bauer war einst in große Geldnot geraten. In seiner Bedrängnis wagte er es, sich an den Berggeist Rübezahl zu wenden. Er wanderte ins Gebirge, um ihn aufzusuchen. Dieser erschien dort auch dem Bauern und fragte ihn was sein Anliegen sei. Darauf antwortete der Bauer: "Ich möchte den Beherrscher des Riesengebirges untertänigst bitten, ob er mir nicht etwas Geld vorstrecken wollte." "Gern", erwiderte der Berggeist, "wieviel brauchst du denn?" Darauf der Bauer: "Großmächtiger Herr, könntet Ihr mir vielleicht hundert Taler borgen? Ich will sie Euch als ein redlicher Mann übers Jahr hier wieder zustellen." Hierauf entfernte sich Rübezahl und kam nach einem Weilchen wieder zurück. Er brachte einen Beutel mit dem Geld, das er dem Bauern lieh. 

Nach einem Jahr erschien der Bauer von neuem im Gebirge, am gleichen Ort wie im Vorjahr. Dort traf er einen Mann, der ganz anders aussah als jener, der ihm das Geld geliehen hatte. Daher stutzte der Bauer und war sich nicht sicher, ob es auch Rübezahl sei. Auf die Frage des Mannes: "Wo willst du denn hin, Bauer?" antwortete er daher "Ich wollte zum mächtigen Herrn des Riesengebirges und ihm, wie ausgemacht, das Geld zurückbringen, das ich im Vorjahr von ihm geliehen bekam." Darauf erwiderte der verkleidete Geist: "Mein lieber Bauer, der Rübezahl ist schon lange tot; geh mit deinem Geld wieder nach Hause und behalte es." Wer war da fröhlicher als unser Bauer! 






Dienstag, 8. Dezember 2015

Ein Meister ländlicher Schule ⋅ Johann Wolfgang Goethe


Ein Meister einer ländlichen Schule
Erhob sich einst von seinem Stuhle,
Und hatte fest sich vorgenommen
In bessere Gesellschaft zu kommen;
Deswegen er, im nahen Bad,
In den sogenannten Salon eintrat.

Verblüfft war er gleich an der Tür,
Als wenn's ihm zu vornehm widerführ;
Macht daher dem ersten Fremden rechts
Einen tiefen Bückling, es war nichts Schlechts,
Aber hinten hätt er nicht vorgesehen,
Dass da auch wieder Leute stehen,
Gab einem zur Linken in den Schoß
Mit seinem Hintern einen derben Stoß.

Das hätt er schnell gern abgebüßt;
So stößt er rechts einen andern an,
Er hat wieder jemand was Leids getan.
Und wie er's  diesem wieder abbittet,
Er's wieder mit einem andern verschüttet.
Und komplimentiert sich zu seiner Qual,
Vor vorn und hinten, so durch den Saal,
Bis ihm endlich ein derber Geist
Ungeduldig die Türe weist.

Da er nun seine Straße ging,
Dacht er: ich machte mich zu gering;
Will mich aber nicht weiter schmiegen;
Denn wer sich grün macht, den fressen die Ziegen.
So ging er gleich frisch querfeldein,
Und zwar nicht über Stock und Stein;
Sondern über Äcker und gute Wiesen,
Zertrat das alles mit latschen Füßen.

Ein Bauer begegnet ihm so
Und fragt nicht weiter wie? noch wo?
Sondern schlägt ihm tüchtig hinter die Ohren.
Bin ich doch gleich wie neugeboren!
Ruft unser Wandrer hochentzückt.
Wer bist du Mann, der mich beglückt?
Möchte mich Gott doch immer segnen,
Dass mir so fröhlich Gesellen begegnen!






Dienstag, 21. April 2015

Bauer und Schiffsmann • Fabel von Abraham a Sancta Clara

Ein Bauer konnte sich über die Kühnheit der Schiffsleute gar nicht genug wundern, die einem schwachen Holz Leib und Seele anvertrauten und beides so oft an den wilden Meeresklippen einbüßten. Darum fragte er einstmals einen Schiffer, wo denn sein Vater gestorben wäre. "Auf dem Meer", antwortete der Schiffsmann. "Und dein Großvater und dein Urgroßvater?" fragte der Bauer. "Auch auf dem Meer", bekam er zur Antwort. "Auch auf dem Meer?", sagte der Bauer. "Wie kannst du dann so närrisch sein und dich dem Meere anvertrauen, das dir deinen Vater, Großvater und Urgroßvater fortgenommen hat?"

"Und dein Vater und dein Großvater", fragte der Schiffsmann den Bauern, "wo sind die gestorben?" - "In ihrem Bett", erwiderte der Bauer. "Und warum bist du dann ein so großer Narr", sagte der Schiffsmann, "dass du alle Nacht in dasselbe Bett steigst, auf dem deine Vorfahren gestorben sind!"

Es macht weniger etwas aus, wo einer stirbt; wenn er nur selig stirbt. 






Mittwoch, 8. April 2015

Knobel • Bauer - Ziege - Wolf - Kohlkopf • Rätsel


Wie bringt ein Bauer eine Ziege, einen Wolf und einen Kohlkopf über den Fluss, wenn er aber nur einen von den dreien auf die Fähre laden darf? Dabei muss er darauf achten, dass die Ziege nicht den Kohlkopf und der Wolf nicht die Ziege frisst! Wen fährt er also der Reihe nach hinüber?



▂ ▃ ▄ ▅ ▆ ▇   Antwort   ▇ ▆ ▅ ▄ ▃ ▂








Montag, 2. März 2015

Die Stute und der Ackergaul • Fabel von Leo Tolstoi

Eine hübsche Stute war Tag und Nacht auf der Weide und nie vor dem Pflug; ein Ackergaul aber weidete nur des Nachts und musste tagsüber pflügen. Die Stute sagte zum Ackergaul: "Warum rackerst du dich so ab? Ich an deiner Stelle würde einfach nicht hingehen. Und wenn dir der Bauer mit der Peitsche kommt, komm du ihm mit deinen Hufen!"

Am andern Morgen tat der Ackergaul genau das, was ihm die Stute geraten hatte. Und der Bauer sah, wie störrisch der Ackergaul war, und nahm die Stute ins Geschirr, ehe sie recht merkte, was mit ihr geschah.





Freitag, 30. Januar 2015

Der Bauer und seine Söhne | Einigkeit oder Zwist und Streit | Fabel von Aesop

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Ein Bauer hatte mehrere Söhne, die in dauerndem Unfrieden miteinander lebten. Vergebens redete er ihnen immer wieder zu, einträchtig zu sein, aber es half nichts.

Schließlich beschloss er, sie durch ein Beispiel zur Einigkeit zu bewegen. Er nahm ein Bündel Stäbe und forderte seine Söhne auf, sie als Ganzes zu zerbrechen. Die Söhne gaben sich alle erdenkliche Mühe, aber es gelang nicht. Da schnürte der Vater das Bündel auf und reichte ihnen die Stäbe einzeln, die sich auf diese Weise mit Leichtigkeit zerbrechen ließen.

"So", sprach der Vater, die Nutzanwendung ziehend, "werdet auch ihr unüberwindlich sein, wenn ihr einig seid; verharrt ihr aber in eurem Zwist untereinander, so werden eure Feinde leicht über jeden Einzelnen von euch Herr werden."





Montag, 21. November 2011

Das Pferd und der Esel | Helfen und Hilfe leisten | Fabel von Sebastian Brant

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Ein Pferd und ein Esel, beide gleichmäßig beladen, wurden von einem Landmann zu einem Markt geführt. Als sie eine gute Strecke gegangen waren, fühlte der Esel seine Kräfte abnehmen. "Ach", bat er das Pferd kläglich: "Du bist viel größer und stärker als ich, nimm mir doch einen Teil meiner Last ab, sonst erliege ich." 

Hartherzig schlug ihm das Pferd seine Bitte ab: "Ich habe selbst meinen Teil zu tragen." Keuchend schleppte sich der Esel weiter, bis er endlich erschöpft zusammenstürzte. Vergeblich hieb der Bauer noch auf ihn ein, doch er war tot. Es blieb nun nichts weiter übrig, als die ganze Last des Esels dem Pferde aufzupacken. 

Zu spät bereute dieses seine Hartherzigkeit. "Mit leichter Mühe", so klagte es, "hätte ich dem Esel einen kleinen Teil seiner Last abnehmen und ihn vom Tode retten können. Jetzt muss ich seine ganze Last alleine tragen." 


Lehre:
Hilf zeitig, wo du helfen kannst. Hilf dem Nachbarn das Feuer löschen, ehe es auch dein eigenes Dach ergreift.