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Mittwoch, 23. September 2020

Frieden schaffen

 Frieden schaffen - Bewusstsein Welt Leben Menschen




Dienstag, 26. November 2019

Tag und Nacht

Tag und Nacht

Parabel


Donnerstag, 3. Mai 2018

Wer bist du? Kleine Weisheitsgeschichte von Anthony de Mello

Wer bist du? Kleine Weisheitsgeschichte von Anthony de Mello:

Es war einmal eine Frau, die lange im Koma lag. Doch dann erschien es ihr, als sei sie schon tot, als wäre sie im Himmel und stände nun vor einem Richterstuhl. "Wer bist du?" fragte eine Stimme. "Ich bin die Frau des Bürgermeisters" antwortete die Frau.


Mittwoch, 7. Februar 2018

Was ist Kunst Betrachtung über Kunst - Wirkung und Bewusstsein - Thesen und Ästhetik

Was ist Kunst Betrachtung über Kunst - Wirkung und Bewusstsein - Thesen und Ästhetik:

Kunst - Betrachtungen aus verschiedenen Seiten - Kunst ist für den Kunstschaffenden Ausdruck in Form von Symbolen oder Symbolprozessen. Für ihn ist nur das Kunst, was er als Kunst versteht oder zur Kunst erklärt hat. Für den Betrachter oder Hörer andererseits ist Kunst Eindruck und Wirkung.


Mittwoch, 20. April 2016

Die fünf Silas | Sittliche Grundregeln | Buddhismus

Die sittlichen Grundregeln im Buddhismus

Die Fünf Silas:
  1. Ich gelobe, mich darin zu üben, kein Lebewesen zu töten oder zu verletzen.
  2. Ich gelobe, mich darin zu üben, nichts zu nehmen, was mir nicht gegeben wird.
  3. Ich gelobe, mich darin zu üben, keine ausschweifenden sinnlichen Handlungen auszuüben.
  4. Ich gelobe, mich darin zu üben, nicht zu lügen und wohlwollend zu sprechen.
  5. Ich gelobe, mich darin zu üben, keine Substanzen zu konsumieren, die den Geist verwirren und das Bewusstsein trüben.


Mittwoch, 6. April 2016

Wie man eine bessere Welt erbauen kann | Zitat von Marie Curie


"Wir dürfen nicht hoffen, eine bessere Welt zu erbauen, ehe nicht die Individuen besser werden. In diesem Sinn soll jeder von uns an seiner eigenen Vervollkommnung arbeiten, indem er auf sich nimmt, was ihm im Lebensganzen der Menschheit an Verantwortlichkeit zukommt, und sich seiner Pflicht bewusst bleibt, denen zu helfen, denen er am ehesten nützlich sein kann."









Dienstag, 10. November 2015

Die Last der Sünden • Allegorie • Swami Sivananda

Eine Frau war sehr stolz. Sie glaubte, niemals eine Sünde begangen zu haben. Sie war überzeugt, sie würde nach ihrem Tod in dieser Welt unverzüglich in das Paradies eintreten. 

Eines Morgens kehrte sie ihr Haus. Versehentlich fiel ihr Besen auf eine Kakerlake, die sofort starb. Die Frau war äußerst entsetzt. Sie verlor fast den Verstand. "Wer nimmt jetzt diese Sünde auf sich? Wie kann ich mich von dieser Sünde rein waschen? Bisher habe ich nicht eine einzige Sünde begangen. Nun das! Was kann ich bloß tun?" Sie rannte mit der Kakerlake in der Hand den ganzen Tag hin und her. Äußerst verwundert sah sie dann auf dem Marktplatz eine Fischverkäuferin. Die Frau fragte diese, "Oh du Unglückliche! Was wird bloß aus dir wenn Du stirbst? Du tötest täglich so viele Kreaturen. Ich hatte bis heute Morgen nicht eine einzige Sünde begangen. Aber heute habe ich versehentlich diese Kakerlake getötet und ich möchte mich gerne von dieser Sünde rein waschen."

"Wirklich?" fragte die Fischfrau. "Mach dir keine Sorgen. Ich habe Millionen von Fischen getötet. Du hast keine Sünde begangen. Diese Sünde an der Kakerlake braucht dich nicht zu beunruhigen. Gib sie mir, ich gebe sie in diesen Korb voller "Fisch-Sünden". Du bist sofort davon befreit. Mach dir keine Sorgen, ich mache mir auch keine; eine zusätzliche Kakerlake macht bei dem Korb voller Fische keinen Unterschied mehr." Die Frau war höchst erfreut. Sie gab die tote Kakerlake der Händlerin, die sie in den Korb mit den Fischen legte. 

Es geschah nun, dass einige Jahre später beide Frauen am gleichen Tag starben. Ein himmlischer Wagen kam, um die Fischhändlerin in den Himmel zu führen, während Boten der Hölle sich der stolzen Frau näherten. Diese war verdutzt und wütend zugleich. Sie fragte die Boten: "Was? Ihr müsst euch irren! Ich bin nicht die Fischverkäuferin, die Sünderin! Ich bin die Fromme! Ihr müsst die Fischfrau mitnehmen, der Himmelswagen ist für mich!"

"Gute Frau", antworteten die Boten der Hölle, "wir irren uns nie. Du wirst in der Hölle erwartet. Die Fischhändlerin geht in den Himmel." 

"Aber wieso?" 

"Ach gute Frau, es war der Fischfrau ihre Aufgabe Fische zu verkaufen. Sie hat die Kreaturen nicht zu ihrem Vergnügen getötet, sondern in Erfüllung ihrer Aufgabe. Sie war ihrer Pflicht ergeben und gleichzeitig dem Höchsten und brachte all ihre Handlungen Gott dar und handelte als Sein Instrument. Daher verdient sie den Himmel. Du hingegen hast eine Kakerlake getötet und hattest das Gefühl 'Ich habe eine Kakerlake getötet'. Du hast ein paar Almosen gegeben und ein paar gute Taten getan, nur um Deinen Egoismus und Deinen Stolz zu nähren. In Deinem Stolz hegtest Du abfällige Gedanken über heilige und fromme Menschen. Du hast überhaupt nie an Gott gedacht. Du warst hochmütig und äußerst selbstsüchtig. Du bist sogar so weit gegangen, dass Du Deine Sünde auf die Fischhändlerin abwälzen wolltest. Sie hingegen war selbstlos und bereit auch Deine Sünde auf sich zu nehmen, um dich von Deinem Elend des Sündenbewusstseins zu befreien. Daher verdient Sie den Himmel und Du die Hölle. Komm jetzt, trödele nicht - weiter!"






Freitag, 3. Juli 2015

Vom Irrtum befangen • Maximen und Reflexionen • Johann Wolfgang von Goethe

Gar oft im Laufe des Lebens, mitten in der größten Sicherheit des Wandels bemerken wir auf einmal, dass wir in einem Irrtum befangen sind, dass wir uns für Personen, für Gegenstände einnehmen ließen, ein Verhältnis zu ihnen erträumten, das dem erwachten Auge sogleich verschwindet; und doch können wir uns nicht losreißen, eine Macht hält uns fest, die uns unbegreiflich scheint. Manchmal jedoch kommen wir zum völligen Bewusstsein und begreifen, dass ein Irrtum so gut als ein Wahres zur Tätigkeit bewegen und antreiben kann. Weil nun die Tat überall entscheidend ist, so kann aus einem tätigen Irrtum etwas Treffliches entstehen, weil die Wirkung jedes Getanen ins Unendliche reicht. So ist das Hervorbringen freilich immer das Beste, aber auch das Zerstören ist nicht ohne glückliche Folge.

Der wunderbarste Irrtum aber ist derjenige, der sich auf uns selbst und unsere Kräfte bezieht: dass wir uns einem würdigen Geschäft, einem ehrsamen Unternehmen widmen, dem wir nicht gewachsen sind, dass wir nach einem Ziel streben, das wir nie erreichen können. Die daraus entspringende tantalisch-sisyphische Qual empfindet jeder nur um desto bitterer, je redlicher er es meinte. Und doch sehr oft, wenn wir uns von dem Beabsichtigten für ewig getrennt sehen, haben wir schon auf unserm Wege irgendein anderes Wünschenswerte gefunden, etwas uns Gemäßes, mit dem uns zu begnügen wir eigentlich geboren sind.





Montag, 10. Juni 2013

Monat März | Dem Frühling entgegen | Herbert Fritsche


Nie ist der Himmel so blau, sein Mond so blank und bei Tage das Licht so kraftvoll zum Blenden und Bleichen wie im März. Aus tausend Spiegeln antwortet die Bläue dem Himmel: Tümpel und Pfuhle, Bäche und Flüsse berauschen sich an so viel Blau - und des Abends, wenn die Sterne des Winterhimmels mehr und mehr gen Westen sinken, Orion und Sirius, die Plejaden und der Aldebaran, wenn der Löwe über den Südhimmel zieht und Capella vom Scheitelpunkt fortgleitet im sanften Abwärtsschwung zu jenem tiefen Nordpunkt am Horizont, den sie um die Sommersonnenwende als einsames Flimmergestirn innezuhalten gedenkt, dann schwimmt der rote Märzenstern Arktur, das Lenzgeschmeide im Bährenführer-Sternbild des Bootes, auf den Wasserflächen, nachdem er sich vom Ostrande des Himmels empor geatmet hat in die Vorfrühlingsnacht.

Der März hat seine besondere Tragik: er lockt, des Lenzes allzu gewiss, zahlreiche Vorläufer des jungen Jahres ins Freie: erste Falter, verfrühtes Käfervolk und manchen Frosch. Ist das Risiko für die Kaltblüter aus Tümpel und Graben gering, weil sie beim Wetterumschlag ins Winterliche ohne viel Einbuße  an Lebenskraft zurückzugleiten vermögen in das Erstarren, das die Sparkasse ihrer vitalen Prozesse ist, so müssen die Äthergeschöpfe mit den bunten Flügeln, die Falter, zugrundegehen, wenn eisiger Wind zu wehen beginnt und kein Blumen-Nektar zur Verfügung steht. Die sozial lebenden Insekten, die Bienen, haben den Heimweg in den Stock offen---: sie, die das Wagnis des Einzelseins dahingaben und von ihrer Gruppenseele gegängelbandelt werden nach Maßgabe dessen, was der übergeordnete Organismus Bienenstock zu tun oder zu lassen befiehlt, sind kein Gleichnis für Kolumbusse oder Giorgano Brunos.

Sieht man von denjenigen Faltern ab, die als Vollinsekt überwinterten, so kommen die Schmetterlinge des Frühjahrs aus der Puppe hervor, aus dem chitingezimmerten Insektensarg, der uns Goethes Wort vom Gleichnis-Charakter alles Vergänglichen deutlicher machen kann als jegliche sonstige Erbildung der Natur. Die Raupe, erdnah, gefräßig und dem Wurm zum Verwechseln ähnlich, lebt als ein niederes Wesen, auf das der Sensible oft mit Ekel reagiert. Ganz zu Unrecht! In jeder Raupe steckt, wie der Märchenprinz im Frosch, ein Falter. 

Wer nur das Aktuelle sieht, ist blind und dumm: erst der Blick auf das Werdeziel adelt den Wissenden.

Eine Raupe, die die Verpuppung für eine Einsargung ohne Auferstehung halten würde, wäre im Irrtum. Eine andere, die die Zeit im Sarge einfach als Raupe zu überleben hofft, irrte nicht minder. Und ein Falter, der sich nicht selber angestrengt dem Sarge entwindet, hätte kein Leben draußen in den Weiten des Luftmeeres. Der ganze Vorgang mutet wie ein Illustration zu dem alten Mystiker-Vers an:

Wer nicht stirbt,
bevor er stirbt,
der verdirbt,
wenn er stirbt ...

Die ersten Falter im März können uns das lehren. Und sie können uns auch warnen vor einem zu frühen Weg in eine Wirklichkeit, die noch nicht eindeutig und ohne Rückfälle am Regiment ist. Aber dem, der über alles Individuelle hinaus voller Vertrauen auf das Tao ist, den immer im Recht befindlichen Geist der Allheit, wiegt solche Warnung leicht --- und die Märztage der verfrühten Falter nimmt er statt mit Trauer mit Dankbarkeit hin. Die Kolumbusse und die Giordano Brunos sind edler als die Schulmeister, die ihre Lehrmeinungen erst zu dozieren wagen, wenn das Weltbild, dem sie verpflichtet sind, so fest geworden ist, dass es den Wirklichkeiten schon nicht mehr entspricht.

Am 21. März halten sich Tag und Nacht die Waage, die Sonne überschreitet auf der Himmelsbahn den Frühlingspunkt. Dass dieser Frühlingspunkt, der einmal am Beginn des Tierkreiszeichens Widder lag, auf einer langsamen Wanderung über den gesamten Tierkreis hin begriffen ist, welche rund 26.000 Jahre währt, war schon den weisen Völkern der Vorzeit bekannt. Man nannte diese Zeitspanne das große oder das Platonische Jahr und ordnete dem Weg des Frühlingspunktes durch ein Tierkreiszeichen von 30 Graden, also einer Zeitspanne von rund 2.100 Jahren, die Bedeutung eines Weltzeitalters zu, das im wesentlichen von den kosmischen Kräften seine Signaturen empfängt, die dem Tierkreiszeichen entsprechen, in dem der Frühlingspunkt sich dann befindet. So driftete vor kurzem der Frühlingspunkt aus dem Zeichen der Fische, das uns zwei Jahrtausende hindurch das Antlitz der Welt bestimmte, in das des Wassermann.

So befinden wir uns jetzt in einer Zeit des Umbruchs, der Bewusstseinswende, der wankenden Wirklichkeit. So wie wir von der Mikrophysik her, die saltomortalartige Korrektur unserer gesamten naturwissenschaftlichen Grundbegriffe geliefert bekamen, ist auch sonst, im Sozialen, im Religiösen, im Menschheitlichen, eine Neuwerdung am Werk, die wie der Aequinoktialsturm (Äquinoktium) daherbraust, der Sturm um die Tage der Tag- und Nachtgleiche. Ist es richtig, Ach und Weh zu schreien oder Weltuntergänge zu beklagen? Oder ist es richtig, die große Befreiung zu begrüßen, die dem Werden des jüngeren und echteren Lebens, dem Lenz und dem Licht der Wege bahnt um einer Saat willen, zu der wir selber gehören mit Haut und Haar? Und müssen wir nicht auch hier von dem Falter lernen, der nur dann sein Recht auf freien Flug in die Weiten erworben hat, wenn er sich aus der Umklammerung des Puppensarges mit eigener Kraft löste? Die Stürme, die dem neuen Zeitalter vorangehen, meinen ebensowenig wie die Stürme des März das Verderben, sondern den Sonnensieg.