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Montag, 22. Februar 2016

Der Fuchs und der Bock | Von unüberlegtem Handeln | Fabel von Aesop

Ein Bock und ein Fuchs gingen in der größten Hitze miteinander über die Felder und fanden, von Durst gequält, endlich einen Brunnen, jedoch kein Gefäß zum Wasserschöpfen. Ohne sich lang zu bedenken, sprangen sie, der Bock voraus, hinunter und stillten ihren Durst. 

Nun erst begann der Bock umherzuschauen, wie er wieder herauskommen könnte. Der Fuchs beruhigte ihn und sagte: "Sei guten Muts mein Freund, noch weiß ich Rat, der uns beide retten kann! Stelle dich auf deine Hinterbeine, stemme die vorderen gegen die Wand und recke den Kopf recht in die Höhe, dass die Hörner ganz aufliegen, so kann ich leicht von deinem Rücken hinausspringen und auch dich retten!" 

Der Bock tat dies alles ganz willig. Mit einem Sprung war der Fuchs gerettet und spottete nun des Bocks voll Schadenfreude, der ihn hingegen mit Recht der Treulosigkeit beschuldigte. Endlich nahm der Fuchs Abschied und sagte: "Ich sehe schlechterdings keinen Ausweg zu deiner Rettung, mein Freund! Höre aber zum Dank meine Ansicht: Hättest du so viel Verstand gehabt als Haare im Bart, so wärest du nie in diesen Brunnen gestiegen, ohne auch vorher zu bedenken, wie du wieder herauskommen könntest!" 

Lehre:
Bedenke vorher was du tust.

Und die Moral von der Geschicht:
Schlechte Gesellschaft führt ins Elend.





Dienstag, 21. Juli 2015

Die durstige Krähe • Fabel von Heinrich Steinhöwel



Eine durstige Krähe fand einen Wasserkrug; doch war nur so wenig Wasser darin, dass sie es mit ihrem Schnabel nicht zu erreichen vermochte. Sie versuchte, den Krug umzuwerfen; aber dazu war sie zu schwach. 

Da suchte sie nach einer List, wie sie es dahin brächte, dass sie dennoch aus dem Kruge trinken möchte. Zuletzt nahm sie kleine Steinchen und warf deren so viele in den Krug, dass das Wasser immer höher emporstieg, bis sie es endlich erreichen und ihren Durst löschen konnte.






Mittwoch, 4. Februar 2015

Der Wolf und das Lamm | Der Vorwand | Fabel von Aesop

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Ein Wolf kam an einen Bach, um dort zu trinken. Da gewahrte er ein Lamm, das ein Stück unterhalb von ihm seinen Durst löschte. "Warum trübst du mir das Wasser, das ich trinken will?" wollte er wissen. -- "Wie kann ich das Wasser trüben, das von dir zu mir herabfließt?", antwortete das Lamm. -- "Jedenfalls weiß ich", sagte der Wolf, "dass du vor fünf Monden übel von mir geredet hast." -- "Wie sollte das möglich sein?" erwiderte das Lamm. "Damals war ich noch gar nicht geboren." -- "Dann ist es eben dein Vater gewesen", schrie der Wolf und zerriss das Lamm, um es zu verschlingen. 


Lehre:
Für Untaten ist dem Bösewicht jeder Vorwand recht.





Montag, 19. Januar 2015

Die beiden Frösche | Beharrlichkeit und Hoffnung | Fabel von Aesop

aventin.blogspot.com

Zwei Frösche, deren Tümpel die heiße Sommersonne ausgetrocknet hatte, gingen auf die Wanderschaft. Gegen Abend kamen sie in die Kammer eines Bauernhofes und fanden dort eine große Kanne Milch vor, die zum Abrahmen aufgestellt war. Sie hüpften sogleich hinein und ließen es sich schmecken. Als sie ihren Durst gestillt hatten und wieder ins Freie wollten, konnten sie es nicht: Die glatte Wand der Kanne war nicht zu bezwingen und sie rutschten immer wieder in die Milch zurück. 

So mühten sie sich viele Stunden vergeblich ab und ihre Schenkel wurden allmählich immer matter. Da quakte der eine Frosch: "Alles Strampeln ist umsonst, das Schicksal ist gegen uns, ich geb's auf!" Er machte keine Bewegung mehr, glitt auf den Boden des Gefäßes und ertrank. Sein Gefährte aber kämpfte verzweifelt weiter bis in die Nacht hinein. Da fühlte er den ersten festen Butterbrocken unter seinen Füßen, er stieß sich mit letzter Kraft ab und war im Freien.

Lehre: 
Beharrlichkeit führt stets zum Heil oder die Hoffnung stirbt zuletzt.






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