Posts mit dem Label Familie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Familie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 16. August 2019

Abschied

Abschied

Kurzgeschichte




#abschied #atmosphäre #bank #deniz_caliskan #familie #fremd #fremde #gastarbeiter #kultur #kulturkreis #leben #licht #meer #milieu #mittelpunkt #sonne 

Freitag, 31. August 2018

Mal was andres

Mal was andres:

Sie benahmen sich wie bei Hofe und kannten kein derbes Wort. Hätte einer von ihnen gerülpst, so wären sicherlich die anderen ohnmächtig niedergesunken.


Donnerstag, 23. August 2018

Der junge Krebs

Der junge Krebs:

Ein junger Krebs dachte bei sich: „Warum gehen alle Krebse in meiner Familie immer rückwärst? Ich will vorwärts gehen lernen, so wie die Frösche, und mein Krebsschwanz soll mir abfallen, wenn ich es nicht fertigbringe.“ Und heimlich begann er zwischen den großen Steinen…


Donnerstag, 26. April 2018

Fünfzehn Geschichte von Reiner Kunze

Fünfzehn - Geschichte von Reiner Kunze:

Geschichte von Reiner Kunze - Fünfzehn - Pubertät - Mädchen - Sie trägt einen Rock, den kann man nicht beschreiben, denn schon ein einziges Wort wäre zu lang. Ihr bunter Schal dagegen ähnelt einer Doppelschleppe: lässig um den Hals geworfen, fällt er in ganzer Breite über Schienbein und Wade.


Montag, 20. Juni 2016

Die Kaninchen sind schuld | Fabel von James Thurber


Es war einmal eine Kaninchenfamilie, welche unweit von einem Rudel Wölfe lebte. Die Wölfe erklärten, dass die Lebensweise der Kaninchen ihnen nicht gefalle. Die Wölfe waren stolz auf die Art, wie sie selbst lebten, denn jene wäre die einzige richtige Art zu leben, wie sie dachten. 

Eines Nachts wurden einige Wölfe bei einem Erdbeben getötet und die Kaninchen wurden als schuldig erklärt, denn es sei allgemein bekannt, dass Kaninchen mit ihren Hinterbeinen auf den Boden schlügen und damit Erdbeben verursachten. 

In einer anderen Nacht wurde einer der Wölfe von einem Blitz erschlagen, und schuld daran wären natürlich wieder die Kaninchen, denn es sei allgemein bekannt, dass Salatfresser Blitze verursachten. 

Die Wölfe drohten nun, die Kaninchen zu disziplinieren und zu bestrafen, wenn sie sich nicht anständig verhielten und die Kaninchen beschlossen daraufhin, auf eine verlassenen Insel zu fliehen. Aber die anderen Tiere, welche weit entfernt wohnten, beschämten sie, indem sie sagten: "Ihr müsst bleiben, wo ihr seid, und tapfer sein. Dies ist keine Welt für Ausreißer. Wenn die Wölfe euch angreifen, werden wir euch zu Hilfe kommen, aller Wahrscheinlichkeit nach." 

So blieben die Kaninchen in der Nachbarschaft der Wölfe wohnen, aber eines Tages kam eine schreckliche Überschwemmung, welche eine große Anzahl Wölfe ersäufte. Auch daran wären die Kaninchen schuld, denn es sei allgemein bekannt, dass Mohrrübenknabberer mit langen Ohren Überschwemmungen verursachten. 

Die Wölfe fielen nun über die Kaninchen her, wie sie meinten zu ihrem eigenen Besten und sperrten sie in eine finstere Höhle, zu ihrem eigenen Schutz. Als man ein paar Wochen lang nichts mehr von den Kaninchen zu hören bekam, richteten die andern Tiere eine Anfrage an die Wölfe, was mit jenen denn geschehen sei. Die Wölfe erwiderten, die Kaninchen seien gefressen worden und da sie gefressen worden seien, sei der Fall eine rein innere Angelegenheit der Wölfe. Die anderen Tiere drohten jedoch, sie würden sich möglicherweise gegen die Wölfe verbünden, wenn kein plausibler Grund für die Vernichtung der Kaninchen angegeben würde. So gaben die Wölfe einen an. "Sie versuchten auszureißen", sagten die Wölfe, "und wie ihr wisst, ist dies keine Welt für Ausreißer!" 

Moral: 
Man suche beizeiten sein Heil in der Flucht!






Dienstag, 19. April 2016

Der Großvater und der Enkel | Märchen der Gebrüder Grimm




Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er bei Tisch saß und den Löffel kaum halten konnte, verschüttete er Suppe auf das Tischtuch und es floss ihm auch immer etwas wieder aus dem Mund. 

Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor und deswegen musste sich der alte Großvater hinter den Ofen in die Ecke setzen. Sie gaben ihm sein Essen in eine irdene Schüssel und noch dazu nicht einmal genug; da sah er betrübt nach dem Tisch und die Augen wurden ihm nass. 

Einmal konnten seine zittrigen Hände die Schüssel nicht mehr festhalten, sie fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt, er sagte aber nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm eine hölzerne Schüssel für ein paar Heller, daraus musste er nun essen. 

Wie sie nun einmal so da sitzen, hält der Enkel von vier Jahren auf dem Boden sitzend kleine Holzleisten zusammen. "Was machst du da?" fragte der Vater. "Ich mache einen kleinen Trog" antwortete das Kind, "daraus sollt Ihr essen, wenn ich einmal groß bin!" Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fingen an zu weinen, holten den alten Großvater wieder an den Tisch zurück und ließen ihn von nun an immer mitessen, sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete.