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Donnerstag, 16. Juli 2020

Feldrittersporn



Mittwoch, 10. Oktober 2018

Über die Arbeit

Über die Arbeit:

Im Garten Eden, wo paradiesisch alles wuchs und es an nichts fehlte, war ursprünglich Adam u. Eva noch nicht da, die ihn betreuen u. bearbeiten sollten.


Donnerstag, 4. Oktober 2018

Mittwoch, 26. September 2018

Die Rosskastanie

Die Rosskastanie:

Der Kastanienbaum ist seit gut 400 Jahren bei uns heimisch, stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde erst 1576 aus der Türkei eingeführt.


Dienstag, 26. Juni 2018

Sommer- und Wintergarten

Sommer- und Wintergarten:

Ein Kaufmann wollte auf die Messe gehen, da fragte er seine drei Töchter, was er ihnen mitbringen sollte. Die älteste sprach: »Ein schönes Kleid«; die zweite: »


Freitag, 1. Juli 2016

Von den Feldfrüchten im Garten | Gedicht von Kurt Tucholsky


Sinnend geh ich durch den Garten,
still gedeiht er hinterm Haus;
Suppenkräuter, hundert Arten,
Bauernblumen, bunter Strauß,
Petersilie und Tomaten,
eine Bohnengalerie,
ganz besonders ist geraten
der beliebte Sellerie.
Ja, und hier -? Ein kleines Wieschen?
Da wächst in der Erde leis
das bescheidene Radieschen:
außen rot und innen weiß.

Sinnend geh ich durch den Garten
unsrer deutschen Politik;
Suppenkohl in allen Arten
im Kompost der Republik.
Bonzen, Brillen, Gehberockte,
Parlamentsroutinendreh ...
Ja, und hier -? Die ganz verbockte
liebe gute S P D.
Hermann Müller, Hilferlieschen
blühn so harmlos, doof und leis
wie bescheidene Radieschen:
außen rot und innen weiß.






Dienstag, 15. März 2016

Berggeist Domine Johannes - Rübezahl - und seine Schatzkammer | Sage aus dem Riesengebirge

Im Riesengebirge wissen die Leute von mehreren Orten zu erzählen, die nach dem Berggeist benannt sind. 

Da ist Rübezahls Garten, in dem wertvolle Heilkräuter wachsen. Rübezahl wacht sorgfältig über sie und hat schon manchem Wurzelsammler oder gelehrten Botaniker übel mitgespielt, der in seinen Bereich eingedrungen ist, um kostbare Kräuter oder Wurzeln zu holen. 

Dann trifft man Rübezahls Schatzkammer, seine Kanzel, seine Kegelbahn, seinen Teich und seinen Rosengarten. Dieser hat eine aus Felsblöcken aufgemauerte, kreisrunde Einfriedung. Von seiner Entstehung erzählt man: eine Komtess wurde von einem Bären angefallen, aber durch einen Jäger gerettet. Sie verliebte sich in den Jäger. Ihr Vater zwang sie aber, ins Kloster zu gehen. Aus Gram darüber verstarb der Jäger. An der Stelle, wo er begraben wurde, legte darauf hin die Komtess den Rosengarten an. 

Viele fremde Leute kamen einst ins Riesengebirge, besonders Venetianer, um dort nach Gold oder anderen wertvollen Metallen zu suchen. Wenn sie die Schätze nicht auf natürliche Weise erlangen konnten, so erzählt man, suchten sie sie durch Zauberkünste und Teufelsbeschwörungen vom Berggeist zu erzwingen. Sie bekamen aber jedes Mal den Zorn Rübezahls in schrecklicher Weise zu spüren: unter gewaltigem Donnern und Blitzen wandte er sich gegen sie und oft konnten sie nur mit Mühe und Not unter großem Schrecken ihr Leben retten.





Freitag, 22. Mai 2015

Monopteros (Tempel) im Englischen Garten zu München

Der Monopteros im Englischen Garten zu München ist ein Rundbau mit Säulen, der keinen geschlossenen Innenraum besitzt. In der Antike dienten Monopteroi unter anderem als eine Art Baldachin für ein Kultbild. 

Der Englische Garten selbst ist eine 375 ha (3,75 km²) große Grünanlage im Münchner Nordosten am Westufer der Isar und gehört damit zu den größten Parkanlagen der Welt. Die Bezeichnung rührt von den englischen Landschaftsgärten her, die von Friedrich Ludwig von Sckell bei der Gestaltung des Geländes zum Vorbild genommen wurden. 

Der etwa 16 Meter hohe Rundtempel im klassizistisch-griechischen Stil wurde nach einem Entwurf von Leo von Klenze aus Kelheimer Kalkstein errichtet. 1836 war das Bauwerk fertiggestellt. In den 1960er Jahren entwickelte sich der Hügel des Monopteros als Treffpunkt von Alternativen, Kleinkünstlern, Hippies und „Gammlern“ und trug dazu bei, den Englischen Garten über die Grenzen Münchens als Symbol zunächst der Gegenkultur und später auch der Weltoffenheit hinaus bekannt werden zu lassen. (Wikipedia)








Freitag, 10. April 2015

Ehem. Zisterzienserkloster Maulbronn | Topographie von H. Hesse

Im Nordwesten des Landes liegt zwischen waldigen Hügeln und kleinen stillen Seen das große Zisterzienserkloster Maulbronn. Weitläufig, fest und wohl erhalten stehen die schönen alten Bauten und wären ein verlockender Wohnsitz, denn sie sind prächtig, von innen und außen, und sie sind in den Jahrhunderten mit ihrer ruhig schönen, grünen Umgebung edel und innig zusammengewachsen. Wer das Kloster besuchen will, tritt durch ein malerisches, die hohe Mauer öffnendes Tor auf einen weiten und sehr stillen Platz. Ein Brunnen läuft dort, und es stehen alte ernste Bäume da und zu beiden Seiten alte steinerne und feste Häuser und im Hintergrunde die Stirnseite der Hauptkirche mit einer spätromanischen Vorhalle, Paradies genannt, von einer graziösen, entzückenden Schönheit ohnegleichen. Auf dem mächtigen Dach der Kirche reitet ein nadelspitzes, humoristisches Türmchen, von dem man nicht begreift, wie es eine Glocke tragen soll. Der unversehrte Kreuzgang, selber ein schönes Werk, enthält als Kleinod eine köstliche Brunnenkapelle; das Herrenrefektorium mit kräftig edlem Kreuzgewölbe, weiter Oratorium, Parlatorium, Laienrefektorium, Abtwohnung und zwei Kirchen schließen sich massig aneinander. Malerische Mauern, Erker, Tore, Gärtchen, eine Mühle, Wohnhäuser umkränzen behaglich und heiter die wuchtigen alten Bauwerke. Der weite Vorplatz liegt still und leer und spielt im Schlaf mit den Schatten seiner Bäume; nur in der Stunde nach Mittag kommt ein flüchtiges Scheinleben über ihn. Dann tritt eine Schar junger Leute aus dem Kloster, verliert sich über die weite Fläche, bringt ein wenig Bewegung, Rufen, Gespräch und Gelächter mit, spielt etwa auch ein Ballspiel und verschwindet nach Ablauf der Stunde rasch und spurlos hinter den Mauern. 
Auf diesem Platz hat schon mancher sich gedacht, hier wäre der Ort für ein tüchtiges Stück Leben und Freude, hier müßte etwas Lebendiges, Beglückendes wachsen können, hier müßten reife und gute Menschen ihre freudigen Gedanken denken und schöne, heitere Werke schaffen. Die Stiftung, auf deren Kosten die Seminaristen leben und studieren dürfen, hat hierdurch dafür gesorgt, dass ihre Zöglinge eines besonderen Geistes Kinder werden, an welchem sie später jederzeit erkannt werden können - eine feine und sichere Art der Brandmarkung. Mit Ausnahme der Wildlinge, die sich je und je einmal losreißen, kann man denn auch jeden schwäbischen Seminaristen sein Leben lang als solchen erkennen.

Das Kloster Maulbronn ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in der Ortsmitte von Maulbronn. Die Anlage gilt als die am besten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen. Hier sind alle Stilrichtungen und Entwicklungsstufen von der Romanik bis zur Spätgotik vertreten. Das Kloster Maulbronn ist seit 12/1993 Weltkulturerbe der UNESCO. (Wikipedia)








Donnerstag, 19. März 2015

Über die Verantwortung bei der Erziehung • Novelle aus dem Maghreb

Es versteht sich, dass in Maghrebinien, wo so gründliches Augenmerk auf die Bildung der Jugend geworfen wird, ein edler Wettstreit zwischen den Vätern herrsche: jeder nämlich wünscht seinem Sohn die beste und umfassendste der Erziehungen angedeihen zu lassen. 

So berichtet man von einem Mann, dem ein Sohn geboren worden war. Voll Stolz und voll von dem Bewusstsein der Verantwortung, die nunmehr auf ihm lastete, begab er sich in seinen Garten und schritt grübelnd auf und ab, beständig überlegend, welches die allerbeste und umfassendste der Erziehungen wäre, die er seinem Nachkommen geben könnte. So schritt er Stunde um Stunde und Tag um Tag in seinem Garten auf und ab, und eines Tages trat ein junger Mensch an ihn heran und klopfte ihm auf die Schulter -: Es war sein Sohn, der inzwischen zum Manne herangewachsen war.








Dienstag, 3. März 2015

Das Einhorn im Garten • Fabel von James Thurber

Ein Mann sieht ein Einhorn in seinem Vorgarten und geht sofort zu seiner Frau ins Schlafzimmer, um ihr das mitzuteilen. Diese sieht ihn verschlafen an und sagt: „Das Einhorn ist ein Fabelwesen.“ Dann dreht sie sich wieder um. Der Mann geht wieder in den Garten und gibt dem Einhorn eine Lilie zu fressen. Dann weckt er seine Frau noch einmal und sagt: „Das Einhorn hat eine Lilie gefressen.“ Doch seine Frau erklärt ihn für verrückt und droht ihm an, ihn in die Klapsmühle zu bringen. Darauf geht der Mann zurück in den Garten, doch das Einhorn ist verschwunden. So setzt er sich zwischen die Rosen und schläft ein.

Da steht die Frau rasch auf und ruft die Polizei und einen Psychiater an. Die Polizei und der Psychiater kommen und betrachten die Frau aufmerksam, als diese sagt "Mein Mann hat heute morgen ein Einhorn gesehen." Sie lassen sie noch weiter erzählen, dann gibt der Psychiater den Polizisten ein Zeichen, diese ergreifen die Frau und stecken sie in die Zwangsjacke. Als ihr Mann ins Haus zurückkommt, fragen ihn die Polizisten, ob er seiner Frau gesagt habe, er hätte ein Einhorn gesehen. Doch dieser antwortet nur kurz: „Wie kommen Sie denn darauf? Das Einhorn ist doch ein Fabelwesen!“ Auf diese Aussage hin lässt der Psychiater die heftig schimpfende Frau in eine Anstalt bringen. Der Mann aber lebt fröhlich und zufrieden weiter. (James Thurber)

Als Moral stellt James Thurber folgende Erkenntnis an das Ende seiner Geschichte: „Des Bären Fell soll man nicht zu Markte tragen, bevor man ihn nicht Jemandem aufgebunden hat.“ (Wikipedia)





Montag, 17. September 2012

Der Palast und die Hütte | Novelle von Khalil Gibran

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Die Nacht brach herein, und die Lichter im Palast des reichen Mannes funkelten hell. Diener, in Samt gekleidet und mit silbernen Knöpfen an der Brust, standen da und erwarteten die Gäste. Musik erklang, und Herren und Damen fuhren in ihren Kutschen, die von prächtigen Pferden gezogen wurden, von allen Seiten auf den Palast zu. Sie traten ein, und ihre kostbaren Kleider waren herrlich anzusehen. Die Herren führten die Damen zum Tanz, und die Halle wurde zu einem Garten, durch den leise Melodien zogen und dessen Blumen sich vor Ehrfurcht und Bewunderung verneigten. Als es Mitternacht war, schritt man zur Tafel, die mit erlesensten Früchten und den besten Speisen beladen war. Kelche wurden herumgereicht, und der Wein spielte mit den Sinnen der Gäste, bis diese sich Spielen zuwandten. Als der Morgen nahte, trennte man sich, denn alle waren müde von der Lustbarkeit, vom Weine benebelt und des Tanzens und Schlemmens überdrüssig. Und ein jeder begab sich in sein Bett. 



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Als die Sonne langsam hinter den Hügeln versank, stand ein Mann, der das Gewand eines Landarbeiters trug, an der Tür eines ärmlichen Hauses und klopfte an. Es wurde ihm aufgemacht, er trat ein, grüßte die Anwesenden mit heiterer Miene und setzte sich mitten unter seine Kinder an das Feuer. Bald darauf bereitete seine Frau das Essen, und sie setzten sich alle um einen hölzernen Tisch und aßen. Als die Mahlzeit beendet war, standen sie auf und ließen sich unter der Lampe, die ihre gelben Strahlen wie Pfeile in die Dunkelheit sandte, nieder. Als die erste Nachtstunde vorbei war, begaben sie sich zur Ruhe und vertrauten sich dem Schlafe an. Am nächsten Morgen stand der arme Mann von seinem Lager auf und teilte Brot und Milch mit seiner Frau und seinen Kindern. Dann küsste er sie und ging mit einem schweren Spaten auf der Schulter zum Feld, um es mit seinem Schweiß zu bewässern und fruchtbar zu machen, damit es jene Reichen, die am Abend zuvor so ausgelassen waren, ernähre. Die Sonne erhob sich jenseits des Berges, und die Hitze legte sich schwer auf das Haupt des Arbeiters, während die Reichen noch in ihren Palästen schliefen.

So ist das Los des Menschen: ein Trauerspiel, das auf der Bühne der Zeit aufgeführt wird. Zahlreich sind die Zuschauer, die applaudieren; aber nur wenige gibt es, die das Stück verstehen. (Khalil Gibran)






Freitag, 14. Oktober 2011

Im Süden | Der Gardasee | Foto von Aventin


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Der Gardasee (italienisch Lago di Garda oder Bènaco), einer der Oberitalienischen Seen, ist der größte See Italiens. Sein antiker Name lautete von etwa 200 v. Chr. bis 800 n. Chr. Lacus benacus. Der Name soll von einer alten Gottheit namens Benacus abstammen. Der Gardasee wurde durch den Rhätischen Gletscher in der vergangenen Eiszeit geformt, dessen Spuren man noch heute verfolgen kann, insbesondere durch die Endmoränen um das Südufer z. B. bei Lonato del Garda, Solferino, Valeggio sul Mincio und Custoza. Erste Besiedlungen des Seeufers datieren um das Jahr 2000 v. Chr.