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Dienstag, 5. Juni 2018

Himmlische Vergeltung - Märchen aus tausend und einer Nacht

Himmlische Vergeltung - Märchen aus tausend und einer Nacht:

Ein Prophet, der einen hohen Berg bewohnte, unter welchem eine Wasserquelle floss, und hier fern von den Menschen seine ganze Zeit der Andacht weihte, sah eines Tages einen Reiter auf die Quelle zukommen, der vom Pferd abstieg, einen Beutel, der ihm um den Hals hing, ablegte, sich im Schatten eines Baumes ausruhte ...


Montag, 14. März 2016

Wie der Löwe mit anderen Tieren auf die Jagd ging | Fabel von Aesop

Der Löwe, ein Schaf und andere Tiere gingen zusammen auf die Jagd. Der Löwe schwur, er wolle nach ihrer Zurückkunft alles Erbeutete mit ihnen redlich teilen. Als nun ein Hirsch in einem Sumpfe stecken blieb, wo gerade das Schaf Wache hielt, meldete dieses dem Löwen den Vorfall. Der Löwe eilte herbei, erwürgte den Hirsch und teilte die Beute in vier gleiche Teile. 

"Der erste Teil gehört mir", sagte er nun zu den Umstehenden, "weil ich der Löwe bin; der zweite, weil ich der Herzhafteste unter euch bin; den dritten müsst ihr mir als dem Stärksten überlassen, und den werde ich auf der Stelle erwürgen, welcher mir den vierten abspricht." 

So behielt der Löwe den ganzen Hirsch, ohne dass es seine Jagdgenossen auch nur wagen durften, darüber zu klagen. Sein Schwur galt nichts. 

Lehre:
Mit einem starken Gewalttätigen gehe nicht gemeinschaftlich auf Geschäfte aus, er teilet immer zum Nachteil des Schwächeren.





Freitag, 22. Januar 2016

Griechische Personifikationen der Gerechtigkeit ⋅ Dike, Nemesis und Themis

Dike (griechisch Δίκη, „Gerechtigkeit“) ist in der griechischen Mythologie eine der Horen, eine von drei Personifikationen der Gerechtigkeit. Ihre Eltern sind Zeus und Themis, ihre Schwestern sind Eunomia („gute Ordnung“) und Eirene („Frieden“). Dike steht für die strafende Gerechtigkeit.


Nemesis (griechisch Νέμεσις „Zuteilung (des Gebührenden)“) steht in der griechischen Mythologie für die ausgleichende Gerechtigkeit (Göttin des „gerechten Zorns“). Nemesis bestraft vor allem die menschliche Selbstüberschätzung (Hybris) und die Missachtung von Themis, des göttlichen Rechts und der Sittlichkeit.


Themis (griechisch Θέμις), Tochter des Uranos und der Gaia, gehört zum Göttergeschlecht der Titanen und steht für die oberste Gerechtigkeit, Ordnung, Sittlichkeit und Philosophie. Sie war – nach Metis – die zweite Gattin des Zeus, der mit ihr die Horen (Göttinnen, die das geregelte Leben überwachten) und Moiren (Dreiergruppe von Schicksalsgöttinnen) zeugte. Nach Gaia war sie die zweite Schutzherrin des Orakels von Delphi. Themis kannte die Zukunft und besaß ein Wissen um Dinge, das selbst dasjenige des Zeus überstieg. In bildlicher Darstellung erkennt man sie mit erhobener Waage, während Dike und Nemesis (Göttinnen der strafenden und der ausgleichenden Gerechtigkeit) mit erhobenem Schwert dargestellt werden. 






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