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Montag, 22. Oktober 2018

Die drei Söhne

Die drei Söhne:

Drei Frauen wollten am Brunnen Wasser holen. Nicht weit davon saß ein Greis auf einer Bank und hörte zu, wie die Frauen ihre Söhne lobten.


Freitag, 22. Juni 2018

Esel, Rabe und Hirte

Esel, Rabe und Hirte:

Auf einer Wiese weidete ein Esel, der sich von der Arbeit den Rücken wund geschunden hatte. Dies sah ein Rabe.


Freitag, 11. Mai 2018

Clown, Maurer oder Dichter Geschichte von Reiner Kunze

Clown, Maurer oder Dichter - Geschichte von Reiner Kunze:

Geschichte von Reiner Kunze - Ich gebe zu, gesagt zu haben: Kuchenteller. Ich gebe ebenfalls zu, auf die Frage des Sohnes, ob er allen Kuchen auf den Teller legen solle, geantwortet zu haben: allen. Und ich stelle nicht in Abrede, dass der Kuchen drei Viertel der Fläche des Küchentischs einnahm.


Montag, 23. April 2018

Der Schiffbrüchige und die Göttin Athene Fabel von Aesop - Hilfe und Selbshilfe

Der Schiffbrüchige und die Göttin Athene Fabel von Aesop - Hilfe und Selbshilfe

Ein reicher Athener machte mit vielen anderen Leuten eine kleine Seereise. Da kam ein furchtbares Unwetter auf und das Schiff kenterte. Alle Passagiere sprangen in das Wasser und schwammen um ihr Leben, außer einem. Der Athener nämlich blieb an Board und rief lautstark und ununterbrochen die Göttin Athene an.


Donnerstag, 25. Januar 2018

Der Mensch ist ein Prothesengott Betrachtung von Hans Joachim Störig

Der Mensch ist ein Prothesengott Betrachtung von Hans Joachim Störig:


Der Mensch ist ein Prothesengott - Betrachtung von Hans Joachim Störig - Irgend jemand - ich denke, Sigmund Freud ist es gewesen - hat einmal den Menschen einen 'Prothesengott' genannt. In der Tat, es gibt Tiere, schneller, größer, stärker als der Mensch.



Mittwoch, 6. April 2016

Wie man eine bessere Welt erbauen kann | Zitat von Marie Curie


"Wir dürfen nicht hoffen, eine bessere Welt zu erbauen, ehe nicht die Individuen besser werden. In diesem Sinn soll jeder von uns an seiner eigenen Vervollkommnung arbeiten, indem er auf sich nimmt, was ihm im Lebensganzen der Menschheit an Verantwortlichkeit zukommt, und sich seiner Pflicht bewusst bleibt, denen zu helfen, denen er am ehesten nützlich sein kann."









Montag, 2. November 2015

Der Esel, der Rabe und der Hirte • Hilfe oder Hohn • Fabel von Aesop

Auf einer Wiese weidete ein Esel, der sich von der Arbeit den Rücken wund geschunden hatte. Dies sah ein Rabe, flog auf den Esel zu, setzte sich auf dessen Rücken und fing an, mit dem Schnabel in das rohe Fleisch zu picken. Dies schmerzte den Esel sehr und obgleich er sich bemühte, den lästigen Gast los zu werden, gelang es ihm nicht. 

Wenige Schritte davon lag sein Hüter, welcher mit einem Wort oder einer Geste den Raben hätte vertreiben können. Der aber ergötzte sich an den tollen und possierlichen Sprüngen und Gesichtern, welche der Esel von Schmerz getrieben machte und lachte noch laut dazu. 

"Oh!" rief der Esel aus, "jetzt fühle ich wirklich meine Schmerzen doppelt, weil mich auch der noch verlacht, der mir helfen könnte und es auch sollte." 

Lehre: Statt Hilfe in der Not Hohn zu erhalten schmerzt doppelt.






Montag, 19. Oktober 2015

Vom Wolf und dem Kranich • Dank & Undank • Fabel von Aesop


Ein Wolf riss einstmals ein Schaf und da er sehr großen Hunger hatte und zu gierig fraß, blieb ihm ein Knochen im Hals stecken. Deswegen hatte er Angst und auch großes Leid zu spüren. So erbot er sich, demjenigen großen Lohn und ein üppiges Geschenk zu geben, der ihm helfen würde, ihn von diesem Knochen zu befreien. Sodann kam ein Kranich des Weges und bot ihm seine Hilfe an. Der Wolf sagte zu und der Kranich stieß mit seinem langen Schnabel und Hals dem Wolf in den Rachen und zog den quer liegenden Knochen heraus. Als er aber den verheißenen Lohn forderte, sprach der Wolf: "Du willst noch Lohn haben? Danke Gott, dass ich dir nicht den Hals abgebissen habe! Nicht ich sondern Du solltest mir etwas schenken, weil ich Dich nicht gefressen habe."

Lehre: Wer anderen Leuten in der Welt will Gutes tun, muss unter Umständen auch damit rechnen, Undank zu ernten. 







Dienstag, 23. Juni 2015

Die Glieder und der Magen • Beistand • Fabel Romulus

Man erzählt von den Gliedern des menschlichen Körpers, dass die Hände und Füße unwillig wurden und dem Magen keine Speise mehr reichen wollten, deswegen, weil er ohne Mühe täglich sich anfüllen und tatlos sitzen bleiben könne. Daher empörten sich gegen ihn die Hände und Füße und wollten nicht arbeiten und versagten ihren Dienst. Vor Hunger schrie der Magen; aber jene wollten auf ihrer Missgunst beharren und ihm noch einige Tage lang nichts geben. Da nun der Magen leer war, so erschlafften die Glieder. Nachher wollten sie zwar dem Magen wieder Speise beibringen, aber er konnte sie nicht mehr zu sich nehmen, weil er seine Zugänge schon geschlossen hatte. So gingen die Glieder und der Magen zugleich erschöpft miteinander zugrunde. 

Die Fabel lehrt, dass niemand etwas ohne seiner Gehilfen Beistand vermag.






Dienstag, 5. Mai 2015

Von Falschheit und Untreue • Umgang • Fabel von Martin Luther

Eine Maus wäre gern über ein Wasser geschwommen, konnte aber nicht und bat einen Frosch um Rat und Hilfe. Der Frosch war ein Schalk und sprach zur Maus: "Binde deinen Fuß an meinen Fuß, so will ich schwimmen und dich hinüberziehen." Da sie aber aufs Wasser kamen, tauchte der Frosch unter und wollte die Maus ertränken. Während aber die Maus sich wehrt und abmüht, fliegt ein Bussard daher, ergreift die Maus, zieht auch den Frosch mit heraus und frisst sie beide. 

Siehe dich vor, mit wem du umgehst. Die Welt ist voller Falsch und Untreue. Wo einer etwas über den anderen vermag, da steckt er ihn in den Sack. Doch schlägt Untreue allzeit ihren eigenen Herrn, wie dem Frosch hier geschah. 







Dienstag, 7. April 2015

Der Fuhrmann und Herkules • Fabel von Aesop

Ein Fuhrmann war mit seinem Wagen, welcher mit Holz schwer beladen war, unterwegs nach Hause. Als der Wagen im Morast stecken blieb, flehte sein Lenker, ohne sich selbst auch nur im geringsten zu bemühen, alle Götter und Göttinnen um Hilfe an. Vor allem bat er den wegen seiner Stärke allgemein verehrten Herkules, ihm beizustehen. 

Da soll ihm dieser erschienen sein und ihm seine Lässigkeit also vorgeworfen haben: "Lege die Hände an die Räder und treibe mit der Peitsche dein Gespann an, zu den Göttern flehe jedoch erst dann, wenn du selbst etwas getan hast; sonst wirst du sie vergeblich anrufen."







Donnerstag, 26. Februar 2015

Über die Macht der Liebe • Novelle von Turgenjeff

Auf der Heimkehr von der Jagd durchschritt ich die Gartenallee. Mein Hund lief vor mir her. Plötzlich hemmte er seinen Lauf und begann zu schleichen, gleich als wittere er vor sich ein Wild. Ich blickte die Allee hinunter und gewahrte einen jungen Sperling mit gelb gerandetem Schnabel und Flaum auf dem Köpfchen. Er war aus dem Nest gefallen - heftiger Wind schüttelte die Birken der Allee - und hockte unbeweglich, hilflos seine kaum hervorgesprossenen Flügel ausstreckend. 

Langsam näherte mein Hund sich ihm, als plötzlich, von einem nahen Baum sich herabstürzend, der alte schwarzbrüstige Sperling wie ein Stein gerade vor seine Schnauze zu Boden fiel - und völlig zerzaust, verstört, mit verzweifeltem, kläglichem Gezeter mehrmals gegen den scharfgezahnten, geöffneten Rachen lossprang. Er warf sich über sein Junges, um es zu retten, mit dem eigenen Leib wollte er es schützen ... doch sein ganzer kleiner Körper bebte vor Schrecken, sein Stimmchen klang wild und heiser, Betäubung erfasste ihn, er opferte sich selbst. Als welch riesengroßes Untier musste ihm der Hund erscheinen! Und dennoch hatte er nicht auf seinem hohen, sicheren Ast zu bleiben vermocht. ... Eine Macht, stärker als sein Wille, riss ihn von dort herab. Mein Hund hielt inne, wich zurück. ... Sichtlich begriff auch er diese Macht. Schnell rief ich den Verblüfften zurück - und entfernte mich. Ehrfurcht im Herzen. 

Ehrfurcht empfand ich vor diesem kleinen heldenmütigen Vogel, vor der überströmenden Kraft seiner Liebe. Die Liebe, dachte ich, ist stärker als der Tod und seine Schrecken. Die Liebe allein erhält und bewegt unser ganzes Leben.






Mittwoch, 18. Februar 2015

Der Löwe und die Maus | Der Gegendienst | Fabel von Aesop

http://aventin.blogspot.de/2015/02/der-lowe-und-die-maus-der-gegendienst.html

Ein paar Mäuse sprangen mutwillig um einen schlafenden Löwen herum, und da er sich nicht rührte, begannen sie sogar auf ihm herumzutanzen. 

Da wurde er wach und hatte gleich eine von ihnen gepackt. "Ich bitte dich" flehte die Maus, "schone mein Leben, ich will es dir auch gerne mit einem Gegendienst vergelten." Da musste der Löwe lachen und ließ sie los. Nach einiger Zeit aber verfing er sich in den Netzen der Jäger und vermochte sich auch mit aller Kraft nicht mehr aus den Schlingen zu befreien. Da kam die Maus herzugelaufen und nagte mit emsigem Zahn eine von den Schleifen entzwei, eine einzige nur, aber auch die anderen begannen davon aufzugehen, und der Löwe konnte seine Fesseln zerreißen. 

Lehre:
Keiner ist so gering, dass er nicht auch einmal einem Mächtigen zu helfen vermag. 





Sonntag, 26. Februar 2012

Zwei Freunde und ein Bär | Freundschaft | Fabel von Aesop

aventin.blogspot.com

Zwei Freunde gelobten gegenseitig, sich in allen Fällen treu beizustehen und Freud und Leid miteinander zu teilen. So traten sie ihre Wanderschaft an. Unvermutet kam ihnen auf einem engen Waldwege ein Bär entgegen. Vereint hätten sie ihn vielleicht bezwungen. Da aber dem einen sein Leben zu lieb war, verließ er, ebenso bald vergessend, was er kurz vorher versprochen hatte, seinen Freund und kletterte auf einen Baum. 

Als sich der andere nun verlassen sah, hatte er kaum noch Zeit, sich platt auf den Boden zu werfen und sich tot zu stellen, weil er gehört hatte, dass der Bär keine Toten verzehre. Der Bär kam nun herbei, leckte dem Daliegenden die Ohren, warf ihn mit der Schnauze einige Male herum und trabte dann davon, weil er ihn für tot hielt. 

Sobald die Gefahr vorüber war, stieg jener vom Baum herab und fragte seinen Gefährten voll Neugierde, was ihm denn der Bär zugeflüstert habe? "Eine vortreffliche Warnung", antwortete dieser, "nur schade, dass ich sie nicht früher gewusst habe." 

Lehre:
Man solle sich nie mit Menschen einlassen, die ihre Freunde in der Not verlassen.






Montag, 21. November 2011

Das Pferd und der Esel | Helfen und Hilfe leisten | Fabel von Sebastian Brant

aventin.blogspot.com
Ein Pferd und ein Esel, beide gleichmäßig beladen, wurden von einem Landmann zu einem Markt geführt. Als sie eine gute Strecke gegangen waren, fühlte der Esel seine Kräfte abnehmen. "Ach", bat er das Pferd kläglich: "Du bist viel größer und stärker als ich, nimm mir doch einen Teil meiner Last ab, sonst erliege ich." 

Hartherzig schlug ihm das Pferd seine Bitte ab: "Ich habe selbst meinen Teil zu tragen." Keuchend schleppte sich der Esel weiter, bis er endlich erschöpft zusammenstürzte. Vergeblich hieb der Bauer noch auf ihn ein, doch er war tot. Es blieb nun nichts weiter übrig, als die ganze Last des Esels dem Pferde aufzupacken. 

Zu spät bereute dieses seine Hartherzigkeit. "Mit leichter Mühe", so klagte es, "hätte ich dem Esel einen kleinen Teil seiner Last abnehmen und ihn vom Tode retten können. Jetzt muss ich seine ganze Last alleine tragen." 


Lehre:
Hilf zeitig, wo du helfen kannst. Hilf dem Nachbarn das Feuer löschen, ehe es auch dein eigenes Dach ergreift.