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Mittwoch, 7. August 2019

Balthasar Gracian | Handorakel 19/300

Balthasar Gracian | Handorakel 19/300

Übertriebene Hoffnungen und Erwartungen 

Vademecum - Handorakel


Samstag, 24. Februar 2018

Von der Liebe eines Moslems und einer Christin Geschichte aus dem Maghreb

Von der Liebe eines Moslems und einer Christin Geschichte aus dem Maghreb:


Von der Liebe eines Moslems und einer Christin | Maghrebinische Geschichte



Montag, 4. April 2016

Das Schwein unter der Eiche | Hoffnung und Erwartung | Fabel von Lessing

Ein gefräßiges Schwein mästete sich unter einer hohen Eiche mit der herabfallenden Frucht. Indem es die eine Eichel zerbiss, verschluckte es bereits eine andere mit dem Auge. 

"Undankbares Vieh!" rief ihr der Eichbaum zu. "Du nährst dich von meinen Früchten, ohne einen einzigen dankbaren Blick auf mich zu richten." 

Das Schwein hielt einen Augenblick inne und grunzte zur Antwort: "Meine dankbaren Blicke sollten nicht ausbleiben, wenn ich nur wüsste, dass du deine Eicheln meinetwegen hättest fallen lassen."

Lehre:
Die Fabel lehrt uns, dass Erwartungen, die wir in unserem Leben erhoffen, nicht immer mit dem Erlebten übereinstimmen. 






Samstag, 5. März 2016

Gott ist eine allgemeine Erfahrung | Von Liebe und Hoffnung | C.G. Jung


'Gott ist eine allgemeine Erfahrung, die nur von einem blöden Rationalismus und einer entsprechenden Theologie verdunkelt wird.' (C.G. Jung)

Christliche Religion ist offensichtlich kein großes Thema mehr und Kirchen und Beichtstühle bleiben deshalb immer öfter leer und die Institutionen finden immer weniger Zulauf. Und das, obwohl die seelischen Nöte der Menschen in unserer Zeit immer größer werden. Liegt es vielleicht am fehlendem Inhalt oder an der Langeweile, die diese Einrichtungen und ihre Theologen verbreiten? Heutzutage wird das große Thema der christlichen Religionen, die Liebe, in noch so banalen Schlagertexten wesentlich lebensnäher behandelt als in vielen Sonntagspredigten. Und weil es so ist und die christliche Theologie oft wirklich nicht mehr zu sagen hat als über Seele, Sünde und Erlösung nur noch dogmatisch zu stottern, entschwindet den noch Gläubigen jegliche Begeisterung und niemand fühlt sich mehr von der Lehre innerlich berührt. Eine Religion, die sich einer Befreiung widersetzt und gewisse Themen zwanghaft tabuisiert, hat ihre Zukunft bereits hinter sich. Die ursprüngliche Botschaft, Liebe ist Leben, indem auch Liebe gelebt wird, für sich, die anderen und die Natur, scheint vergessen worden zu sein. 

Jeder Mensch habe Vertrauen auf die Liebe und die Hoffnung, seinen eigenen Weg im Leben zu gehen. Der Kosmos tut sein Übriges und die Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte, Gläubige und Ungläubige, Wissende und Unwissende.  




Dienstag, 12. Mai 2015

Was macht den Frühling aus? • Spruch von Novalis

Es sind nicht die bunten Farben, die lustigen Töne und die warme Luft, die uns im Frühling so begeistern. Es ist der stille weissagende Geist unendlicher Hoffnungen, ein Vorgefühl vieler froher Tage des gedeihlichen Daseins so mannigfaltiger Naturen, die Ahnung höherer ewiger Blüten und Früchte, und die Sympathie mit der gesellig sich entfaltenden Welt.








Freitag, 17. April 2015

Lieben und dabei sich selbst finden • Hermann Hesse

Foto ravens_legacy
Es war ein Liebender, der ohne Hoffnung liebte. Er zog sich ganz in seine Seele zurück und meinte vor Liebe zu verbrennen. Die Welt ging ihm verloren, er sah den blauen Himmel und den grünen Wald nicht mehr, der Bach rauschte ihm nicht, die Harfe klang ihm nicht, alles war versunken, und er war arm und elend geworden. Seine Liebe aber wuchs, und er wollte viel lieber sterben und verkommen, als auf den Besitz der schönen Frau verzichten, die er liebte. Da spürte er, wie seine Liebe alles andre in ihm verbrannt hatte, und er wurde wieder mächtig und zog und zog, und die schöne Frau musste folgen, sie kam, er stand mit ausgebreiteten Armen, um sie an sich zu ziehen. Wie sie aber vor ihm stand, da war sie ganz verwandelt, und mit Schauern fühlte und sah er, dass er die ganze verlorene Welt zu sich her gezogen hatte. Sie stand vor ihm und ergab sich ihm, Himmel und Wald und Bach, alles kam in neuen Farben frisch und herrlich ihm entgegen, gehörte ihm, sprach seine Sprache. Und statt bloß eine Frau zu gewinnen, hatte er die ganze Welt am Herzen, und jeder Stern am Himmel glühte ihm und funkelte Lust durch seine Seele.

Die meisten lieben, um sich dabei zu verlieren. Er aber hatte geliebt und dabei sich selbst gefunden. (Hermann Hesse)





Montag, 23. Februar 2015

Die Frau und die Henne | Übertreibung | Fabel von Aesop


Eine Frau hatte eine Henne, die ihr jeden Tag ein Ei legte. In der Hoffnung, die Henne werde zweimal am Tag legen, wenn sie ihr doppeltes Futter vorwerfe, tat sie dies. Da wurde die Henne so dick und fett, dass sie nicht einmal mehr ein Ei täglich legte.

Lehre:
Jede Übertreibung führt zum Misserfolg





Donnerstag, 29. Januar 2015

Drei Dinge gegen Mühseligkeiten | Zitat von Immanuel Kant

aventin.blogspot.com


Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: 
die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen. 






Montag, 19. Januar 2015

Die beiden Frösche | Beharrlichkeit und Hoffnung | Fabel von Aesop

aventin.blogspot.com

Zwei Frösche, deren Tümpel die heiße Sommersonne ausgetrocknet hatte, gingen auf die Wanderschaft. Gegen Abend kamen sie in die Kammer eines Bauernhofes und fanden dort eine große Kanne Milch vor, die zum Abrahmen aufgestellt war. Sie hüpften sogleich hinein und ließen es sich schmecken. Als sie ihren Durst gestillt hatten und wieder ins Freie wollten, konnten sie es nicht: Die glatte Wand der Kanne war nicht zu bezwingen und sie rutschten immer wieder in die Milch zurück. 

So mühten sie sich viele Stunden vergeblich ab und ihre Schenkel wurden allmählich immer matter. Da quakte der eine Frosch: "Alles Strampeln ist umsonst, das Schicksal ist gegen uns, ich geb's auf!" Er machte keine Bewegung mehr, glitt auf den Boden des Gefäßes und ertrank. Sein Gefährte aber kämpfte verzweifelt weiter bis in die Nacht hinein. Da fühlte er den ersten festen Butterbrocken unter seinen Füßen, er stieß sich mit letzter Kraft ab und war im Freien.

Lehre: 
Beharrlichkeit führt stets zum Heil oder die Hoffnung stirbt zuletzt.






Mittwoch, 12. Juni 2013

Monat Januar | Wir heissen euch hoffen | Herbert Fritsche


Im innersten Erdkern keimt das junge Jahr. Die Natur, die sich während des Sommers verausgabt, indem sie ganz buchstäblich "in die Erscheinung tritt", ist jetzt bei sich selber zu Hause, hat sich zurückgerufen aus der Manifestation ihrer selbst in jene Heimkehr zum Unsichtbaren, die von ahnungslosen Menschen mit dem Tode verwechselt wird. In Wahrheit aber breitet der Sommer lediglich aus, was jetzt, im eisigen Schweigen des Januar, unter der Schneedecke und innerhalb der dunklen Baum-Skelette, geschaffen wird.

Die weisen Inder der Vorzeit künden vom Wechselgang gewaltiger Schöpfungskreise: Aus der brütenden kosmischen Nacht Pralaya, da alles Geschaffene verschwunden ist und ein trächtiges Nichtsein die uferlosen Weiten durchwaltet, gebiert sich allmählich der neue Weltentag hervor, Manvantara, die ebenfalls uferlose Ausbreitung der Gestaltenfülle unzähliger Welten und Wesen, von den fernsten blassen Spiralnebeln am Himmelsrande bis ins winzige Gewimmel des Wassertropfens, den ein Mikroskop durchforscht. Pralaya ist keineswegs ein nacktes und steriles Nichts: ohne die Heimkehr in die Überwirklichkeit des Tiefschlafs, in die schöpferische Indifferenz, wäre das Heraufdämmern des kommenden Schöpfungsmorgens unmöglich, der nur eine sichtbarliche Darstellung dessen ist, was die Allheit träumte, als sie bei sich selber im Unbegreiflichen zu Hause war, sieben Ewigkeiten lang. Mag dem Intellekt, dem dürftigsten Kinde der Schöpfung, ein solches trächtiges Latentsein der Schöpfungsfülle auch vorkommen, als sei es nur das leere Nichts --: sobald sich das Bewusstsein höher emporschwingt zu den göttlichen Sphären seiner Herkunft hin, wird es statt dessen des Reiches der Mütter ansichtig werden und wie Faust begreifen: "In deinem Nichts hoff ich das All zu finden!"

Was der Frost an unsere Fensterscheiben zeichnet, Farndickicht, Moosrosen und Flechtenteppich --: keine Botschaft vom eisigen Tode ist es, sondern die Beschlagnahme des Lebensfeindlichen, des Frostes und der Erstarrung durch die Allmacht des Lebendigen. "Wir heissen euch hoffen!" predigen die "Stimmen der Meister" durch unser eisblumengeschmücktes Januar-Fenster.