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Dienstag, 22. Oktober 2019

Erlebnis aus Brahms Jugend

Erlebnis aus Brahms Jugend

Friedrich Gottlieb Klopstock


Montag, 25. Juni 2018

Karts Outdoor Motorsport

Karts Outdoor:

Das erste Kart wurde 1956 vom amerikanischen Ing. Art Ingels gebaut – ausgerüstet mit einem Rasenmähermotor, der über eine Fahrradkette ein Hinterrad antrieb.


Freitag, 2. März 2018

Franz von Stuck - Der Avantgardist, die Sezession und der Verein bildender Künstler

Franz von Stuck Der Avantgardist, die Sezession und der Verein bildender Künstler:

Franz von Stuck, ein niederbayerischer Müllerssohn, geboren am 23.02.1863 zu Tettenweis im Rottal, geadelt 1905, stand an der Wiege einer neuen Kunstepoche. Er war einer der 'Jungen', die gegen Lenbachs dominierenden Einfluss im Münchner Glaspalast rebellierten.


Donnerstag, 19. März 2015

Über die Verantwortung bei der Erziehung • Novelle aus dem Maghreb

Es versteht sich, dass in Maghrebinien, wo so gründliches Augenmerk auf die Bildung der Jugend geworfen wird, ein edler Wettstreit zwischen den Vätern herrsche: jeder nämlich wünscht seinem Sohn die beste und umfassendste der Erziehungen angedeihen zu lassen. 

So berichtet man von einem Mann, dem ein Sohn geboren worden war. Voll Stolz und voll von dem Bewusstsein der Verantwortung, die nunmehr auf ihm lastete, begab er sich in seinen Garten und schritt grübelnd auf und ab, beständig überlegend, welches die allerbeste und umfassendste der Erziehungen wäre, die er seinem Nachkommen geben könnte. So schritt er Stunde um Stunde und Tag um Tag in seinem Garten auf und ab, und eines Tages trat ein junger Mensch an ihn heran und klopfte ihm auf die Schulter -: Es war sein Sohn, der inzwischen zum Manne herangewachsen war.








Donnerstag, 12. März 2015

Desiderata • Wünschenswertes • Weisheit von Max Ehrmann

Geh deinen Weg ohne Eile und Hast und suche den Frieden in dir selbst zu finden. Und wenn es dir möglich ist, versuche den Anderen zu verstehen.

Sag ihm die Wahrheit – ruhig und besonnen und höre ihm zu! Auch wenn er gleichgültig und unwissend ist, denn auch er hat seine Sorgen, egal ob er noch jung und aggressiv, oder ob er schon alt und müde ist.

Wenn du dich mit all den anderen vergleichst, wirst du feststellen, du lebst unter Menschen, die entweder größer oder kleiner, besser oder schlechter sind, als du selbst.

Sei stolz auf deinen Erfolg und denke auch an deine Karriere. Aber bleibe bescheiden! Denn das Schicksal kann sich jederzeit wenden. Sei vorsichtig in deinen Geschäften, denn die Welt ist voller List und Tücke. Aber lass dich trotz allem nicht von deinem Weg ablenken!

Viele Leute reden von hohen Idealen und überall wird Heldenmut angepriesen; bleibe du selber und heuchle nicht mit Gefühlen! Steh der Liebe nicht zynisch gegenüber, denn sie ist das Einzige, was wahr und unvergänglich ist.

Sei dankbar über jedes Jahr, das du erleben darfst, auch wenn mit jedem Jahr ein Stück deiner Jugend entschwindet. Bereite dich auf den Augenblick vor, indem etwas Unvorhergesehenes in dein Leben tritt, aber zerstöre dich selbst nicht aus Angst vor der Einsamkeit! Sei immer so, dass du vor dir selbst bestehen kannst.

Du hast ein Recht auf dieser Welt zu sein, genau wie die Blume, die blüht und wie ein Stern in der Nacht. Doch auf dieser Welt lebst du nicht allein! Hast du schon irgendwann mal darüber nachgedacht?

Darum schließe Frieden mit Gott, wo immer er dir auch begegnet; ganz gleich, was das Leben dir auch an Schwierigkeiten auferlegt. Lass nicht durch Lug und Trug deine Ideale zerbrechen – Die Welt ist immer noch schön. Versuche auf ihr zu leben und glücklich zu werden.







Montag, 2. Februar 2015

Der Dieb und seine Mutter | Rechtschaffenheit | Fabel von Aesop

aventin.blogspot.com

Ein Knabe stahl die Schreibtafel eines Mitschülers und brachte sie seiner Mutter. Diese strafte ihn nicht, sondern billigte stillschweigend seine Tat. 

Mit zunehmenden Jahren vergriff sich der Junge allmählich an immer wertvolleren Dingen. Eines Tages wurde er beim Diebstahl eines sehr teuren Gegenstandes ertappt und zum Tode verurteilt. Als ihm seine Mutter auf dem Weg zur Richtstätte laut klagend folgte, warf er der Bejammernswerten vor: "Warum hast du mich in meiner Jugend nicht zur Rechtschaffenheit erzogen?"

Lehre:
Wehret den Anfängen oder was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!






Sonntag, 9. Juni 2013

Monat April | Wiedergeburt des Jahres | Herbert Fritsche


Aller Reife geht das Spiel voran. Das kleine Mädchen spielt sich von der Puppenstube her zur Mutter, der Knabe vom Aquarium her zum Forscher hin oder, wie das Kind Goethe, vom spielerischen Aufbau eines aus den Welten-Elementen Stein, Pflanze, Tier und Feuer gefügten Altares zur Rolle des bevollmächtigten priesterlichen Verkünders der Geheimnisse. So tobt denn im Aprilwetter die Jugend des Jahres, zwischen Graupelschauer, Sonnenschein, erstem Gewitter und plötzlichem Rückfall in Eis und Reif wie ein Böcklein hin und her springend, ihr wildes Verspieltsein in des Kosmos Chronik. Das Schüttelnde, Rüttelnde, nirgends solide und dennoch so funkelnd mit Reichtümern Prunkende des April ist einem Kursus in der großen Abhärtung gleichzusetzen, der die Kreaturen nunmehr preisgegeben werden. Die leisen Lenzverkündigungen des März, rosa Pestwurzblüten am Grabenrand, gelbe Sönnchen des Huflattichs den Weg entlang, Veilchen im Gras, Seidelbast am Waldessaum und überall die flimmernden Kätzchen der Weiden - es ist all dies auch im April noch da, doch eine kräftigere Küche kocht inzwischen ihre Säfte und Gewürze in den herben Tag. Es wird Zeit, die Frühlingskräuter zu ernten und in Suppen- oder Salatform auf den Tisch zu bringen.

Ob der Abend kühl ist oder lau, die Amseln sitzen auf den Giebeln und im Obstbaum, der gegen Ende des Monats zu erblühen beginnt, und ihre Strophe betet weltenalte Gebete, die Wiedergeburt des Jahres zu verehren. Im Westen versinkt der Orion, der Weihnachtskünder, dessen riesiges Sternbild in den Septembernächten aus den östlichen Räumen emporzuklimmen beginnt. Die Erde, die tief im Winter den Atem in sich zurückstaute wie ein indischer Yogi, wenn er den Zustand der Vereinigung des höheren Selbst mit der Gottheit, wenn er Samadhi erreichen will, beginnt nun immer stärker auszuatmen: ihre Ätherfülle, die sich weit flutend in die Räume ergießt, tritt gleichsam in den lebendigen Verkehr mit der Welt der Gestirne - und je lebhafter und reicher von Monat zu Monat dieser Austausch zwischen Erdenstern und Himmelsternen vonstatten geht, desto zahlreicher sprossen, als irdische Antwort auf die kosmische Befruchtung, die Blütensterne auf, die Abbilder der Himmelslichter, die schuldlosen Organe der Liebe im Pflanzenreich. 

Alles Lebendige hat seine drei irdischen Formen der Selbstentfaltung: Sal, Mercurius und Sulphur, so lehrte es Paracelsus von Hohenheim, der eigenwüchsige Erneuerer des Einweihungswissens zur Zeit der Renaissance. Sal, das Salz, steht mit seinen stofflich-harten Kubusformen der Kristalle für irdische Verfestigung, Merkurius, das Quecksilber, quecksilbert flüssig, vermittelnd und nach Art des Götterboten Merkur als Bote zwischen Niederem und Höherem hin und her, Sulphur, der Schwefel, endlich deutet auf die geheimnisvolle Existenz des Flammenden, Feurigen, sich Verflüchtigenden hin, auf die Sublimation ins Überweltliche. 

Wer unter Kaskaden von Faulbaumblüten durch einen April-Park schreitet, sei des Feuers der Schöpfung eingedenk, wie es in den Düften lebt und wie es immer nur ein und dasselbe meint und minnt: die Liebe.