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Donnerstag, 30. Juli 2020

Unsere Erde

Unsere Erde - Arche Schiff Kosmos - Leben


Donnerstag, 2. Januar 2020

Ein Engel zerschneidet die Zeit

Ein Engel zerschneidet die Zeit

Gedicht von Siegfried von Vegesack


Freitag, 19. Oktober 2018

In der Tiefseekugel

In der Tiefseekugel:

Bei 747 Meter kam für den Bruchteil einer Sekunde ein sehr großer dunkler, aber nicht undeutlicher Umriss eines Fisches vor meinen Blick.


Freitag, 13. Mai 2016

Die Menschen haben den Himmel vergessen | Gedanken von Emmrich


Keine einzige Entdeckung hat die Welt des Mittelalters so sehr erschüttert wie die Entdeckung der Tatsache, dass die Erde eine Kugel sei. Die Kardinäle, die den Galilei verbrennen wollten, hatten entschieden ein richtiges Gefühl dafür, wie gefährlich die Wissenschaft dieses Mannes wäre. -- Sie haben ihn nicht verbrannt. Dafür ist die Welt des Mittelalters in Flammen aufgegangen. 

Unterdessen haben die Astronomen Millionen von neuen Sternen entdeckt, unter denen sich möglicherweise einige Dutzend bewohnte Welten befinden. Die Wirkung dieser Entdeckung auf die menschliche Seele ist aber sehr merkwürdig. 

Auch früher war die Welt ein Jammertal. Immerhin lag sie vor den Toren des Paradieses. Das Wichtigste, was es auf ihr gab, war die unsterbliche menschliche Seele. Damals hätten die Leute wohl Grund zu einigem Stolz gehabt. Die Sonne stand am Mittag zu ihren Häupten, und der Mensch war der Mittelpunkt des Kosmos und die Leute waren bescheiden, dankten Gott und dachten an den Himmel. 

Heute, wo wir zu wissen glauben, dass wir lächerliche Mikroben in einer unfassbaren Unendlichkeit sind, haben wir den Himmel vergessen und sind hochmütig geworden. Wir haben allen Respekt vor den irdischen Gegebenheiten verloren und hantieren mit der Welt, als ob sie ein Spielzeug zu unserem Vergnügen wäre. 





Samstag, 5. März 2016

Gott ist eine allgemeine Erfahrung | Von Liebe und Hoffnung | C.G. Jung


'Gott ist eine allgemeine Erfahrung, die nur von einem blöden Rationalismus und einer entsprechenden Theologie verdunkelt wird.' (C.G. Jung)

Christliche Religion ist offensichtlich kein großes Thema mehr und Kirchen und Beichtstühle bleiben deshalb immer öfter leer und die Institutionen finden immer weniger Zulauf. Und das, obwohl die seelischen Nöte der Menschen in unserer Zeit immer größer werden. Liegt es vielleicht am fehlendem Inhalt oder an der Langeweile, die diese Einrichtungen und ihre Theologen verbreiten? Heutzutage wird das große Thema der christlichen Religionen, die Liebe, in noch so banalen Schlagertexten wesentlich lebensnäher behandelt als in vielen Sonntagspredigten. Und weil es so ist und die christliche Theologie oft wirklich nicht mehr zu sagen hat als über Seele, Sünde und Erlösung nur noch dogmatisch zu stottern, entschwindet den noch Gläubigen jegliche Begeisterung und niemand fühlt sich mehr von der Lehre innerlich berührt. Eine Religion, die sich einer Befreiung widersetzt und gewisse Themen zwanghaft tabuisiert, hat ihre Zukunft bereits hinter sich. Die ursprüngliche Botschaft, Liebe ist Leben, indem auch Liebe gelebt wird, für sich, die anderen und die Natur, scheint vergessen worden zu sein. 

Jeder Mensch habe Vertrauen auf die Liebe und die Hoffnung, seinen eigenen Weg im Leben zu gehen. Der Kosmos tut sein Übriges und die Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte, Gläubige und Ungläubige, Wissende und Unwissende.  




Donnerstag, 6. Juni 2013

Monat Juli | Traum und Weltmüdigkeit | Herbert Fritsche

http://aventin.blogspot.de/2016/07/monat-juli-traum-fritsche.html

Tropische Glut überlagert die Landschaft, Gelassenheit ergreift Besitz von der Seele, chinesische Weisheit des Wu Wei, des Nichts-Tuns in Einklang mit dem Dao, ist dem Geist nunmehr gemäß. Am allzu bunt und sättigend aufgefüllten Erscheinungsbild der Welt ermüdet der Mensch, wie er in der Sonne des Juli ermüdet. Die Ferien sollen, so sagt man gerne, Ferien vom Ich sein - aber ist das ich nicht der Bezugspunkt, um den sich unsere gesamte Weltwahrnehmung ordnet? Es ist gut, wenn uns der Juli ein wenig zum Yogi macht, zum nach Innen hin Gesammelten, der nur für die Augen Ahnungsloser einem in Stumpfheit versunkenen Tagedieb ähnlich sieht. Die Stille, die der Yogi um sich und in sich sammelt, und die so wundervoll zum Antlitz des Juli, des Asiaten unten den Monaten, passen will, soll kein leeres Schweigen gebären, sondern der stumme Muttergrund sein, aus dem sich eine Weisheit kosmischer Herkunft erhebt. "Die Stimme der Stille", so heißt der Titel eines hochasiatischen Lehrbuchs des Pfades zur geheimen Erleuchtung, das uns von Helena Petrovna Blavatsky ins Abendland gebracht wurde.

Wer des Lebensvordergrundes müde ist, wie der Juli es uns so gern beschert, der ist wohlvorbereitet für die Abkehr nicht nur vom Bild der Welt, sondern auch vom in die Welt verstrickten Ich. So schweigt und schwingt er sich denn heim in den Schoß der Urmutter, lauscht, die Pforten der Sinne abgeblendet, tief ins Herz der innersten Wirklichkeit hinein und vernimmt, was die Stimme der Stille zu sagen hat, wenn sie endlich emporklingt aus einem Sein, das umflutet ist vom glühenden Hauch des überreifen Sommers. Maya ist es, die uns umgibt, Illusion, Bilderspuk einer träumenden Gottheit: so lautet der Text in der heiligen Sanskrit-Sprache. "Wir sind vom gleichen Stoff gewoben wie die Träume und unser kleines Leben umrahmt der Schlaf", so weiß es uns Shakespeare, "Stern der höchsten Höhe", in seinem magischen Alterswerk "Der Sturm" zu sagen. Und wenn uns beides nicht modern genug ist, können wir uns auch inmitten der Juliglut zu den modernen Physikern ins Kolleg setzen, die uns - von den Einsichten ins subatomare Geschehen der Quanten her - recht schadenfroh die einst so festgefügten Wirklichkeitsbegriffe relativieren. Einer unter ihnen geht so weit, dass er im Motto eines seiner letzten Bücher demjenigen jede Eignung zum anständigen Philosophieren abspricht, der nicht von vornherein Erkenntniszugang zum Traum-Charakter der Welt hat.

Träumend steht jetzt das Schilf am Weiher, träumend schwebt die Libelle im Mittagsdunst, träumend verwandelt der ruhevolle Leib der Kuh die Wiese zu Fleisch und Milch, träumend kann der Mensch erahnen - der Ferienmensch, dem die Ferien vom Ich nicht nur eine literarische Redensart sind -, dass irgendwo weit oberhalb der tausenfältigen Verteiltheit des Lebens, der Versprühung des Kosmos in die Millionen Funken, die als Kosmossubstanz in der Verbannung den Weltraum durchirren, eine Einheit gewährleistet ist, die kein Zweites kennt: Advaita, nichts Zweites gibt es außer dem Einen, sagt Indiens heilige Stimme.

Hat uns die Müdigkeit des Juli, die Weltmüdigkeit, die ein eigenartiges Wachsein für das wahnlose Jenseits der Welten aus sich hervorgehen lassen kann, zu solcher Einsicht emporgehoben, dann mag der Yogi unversehens ins Abendland zurückkehren: nunmehr im Besitz des Wissens um die grundsätzliche Brüderlichkeit alles Geschaffenen, ist er reif geworden für den Sonnengesang des hl. Franziskus, der Sonne, Mond, Wind, Erde, Feuer und alles lebendige Leben als Geschwister ansprach. Begreifen wir den Monat Juli als einen Monat, der uns in der innersten Menschwerdung voranbringt wie keiner sonst.