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Freitag, 21. September 2018

Mein Onkel Fred

Mein Onkel Fred:

Mein Onkel Fred ist der einzige Mensch, der mir die Erinnerung an die Jahre nach 1945 erträglich macht. Er kam an einem Sommernachmittag nach Hause.


Freitag, 8. Juni 2018

Generation ohne Abschied - Novelle von Wolfgang Borchert

Generation ohne Abschied - Novelle von Wolfgang Borchert:

Wir sind die Generation ohne Bindung und ohne Tiefe. Unsere Tiefe ist Abgrund. Wir sind die Generation ohne Glück, ohne Heimat und ohne Abschied.


Freitag, 19. Januar 2018

Damals in Odessa Novelle von Heinrich Böll

Damals in Odessa Novelle von Heinrich Böll:

Novelle von Heinrich Böll - Damals in Odessa war es sehr kalt. Wir fuhren jeden Morgen mit großen rappelnden Lastwagen über das Kopfsteinpflaster zum Flugplatz


Montag, 22. Februar 2016

Der Fuchs und der Bock | Von unüberlegtem Handeln | Fabel von Aesop

Ein Bock und ein Fuchs gingen in der größten Hitze miteinander über die Felder und fanden, von Durst gequält, endlich einen Brunnen, jedoch kein Gefäß zum Wasserschöpfen. Ohne sich lang zu bedenken, sprangen sie, der Bock voraus, hinunter und stillten ihren Durst. 

Nun erst begann der Bock umherzuschauen, wie er wieder herauskommen könnte. Der Fuchs beruhigte ihn und sagte: "Sei guten Muts mein Freund, noch weiß ich Rat, der uns beide retten kann! Stelle dich auf deine Hinterbeine, stemme die vorderen gegen die Wand und recke den Kopf recht in die Höhe, dass die Hörner ganz aufliegen, so kann ich leicht von deinem Rücken hinausspringen und auch dich retten!" 

Der Bock tat dies alles ganz willig. Mit einem Sprung war der Fuchs gerettet und spottete nun des Bocks voll Schadenfreude, der ihn hingegen mit Recht der Treulosigkeit beschuldigte. Endlich nahm der Fuchs Abschied und sagte: "Ich sehe schlechterdings keinen Ausweg zu deiner Rettung, mein Freund! Höre aber zum Dank meine Ansicht: Hättest du so viel Verstand gehabt als Haare im Bart, so wärest du nie in diesen Brunnen gestiegen, ohne auch vorher zu bedenken, wie du wieder herauskommen könntest!" 

Lehre:
Bedenke vorher was du tust.

Und die Moral von der Geschicht:
Schlechte Gesellschaft führt ins Elend.





Montag, 20. April 2015

Die Taube und die Krähe • Freude und Leid • Fabel von Aesop

Eine Taube brüstete sich unter andern Vögeln mit ihrer Fruchtbarkeit: "Ich brüte", sagte sie, "jährlich acht bis zwölf Junge aus, füttere sie, lehre sie fressen und fliegen, fliege mit ihnen auf die Kornfelder und lebe froh mit Kindern, Enkeln und Urenkeln, während ihr andern Vögel kaum ein Paar aushecket!" "Still!" sagte eine Krähe, die dies mit anhörte, "prahle nicht mit etwas, was dir so unendlich viel Kummer und Leid verursachen kann! So viele Junge du hast, so viele Male könntest du auch Kummer und Trauer anlegen müssen. Kaum haben sie die ersten Federn, liegen sie womöglich schon auf den Tafeln der Menschen." 

So kann es manchmal im Leben sein: Kurze Freude und viel Leid - und doch halten Freuden im Gedächtnis länger Stand.






Freitag, 27. März 2015

Die drei Raben • Ballade aus dem Mittelalter • Lied


Auf einem Baum drei Raben stolz, 
Oh weh oh weh, oh Leid oh weh.
Auf einem Baum, drei Raben stolz, 
Sie war'n so schwarz, wie Ebenholz. 

Der eine sprach: "Gefährte mein, 
wo soll die nächste Mahlzeit sein?" 
"In jenem Grund, auf grünem Feld, 
ruht unter seinem Schild ein Held. 

Seine Hunde liegen auch nicht fern, 
Sie halten Wacht bei ihrem Herrn. 
Seine Falken kreisen auf dem Plan, 
Kein Vogel wagt es, sich zu nah'n." 

Da konnt zu ihm ein zartes Reh. 
"Ach dass ich meinen Liebsten seh!" 
Sie hebt sein Haupt, vom Blut so rot, 
Der Liebste, den sie küsst, war tot. 

Sie gräbt sein Grab im Morgenrot, 
Am Abend war sie selber tot. 
Ach großer Gott, uns allen gib 
Solch' Falken, solche Hund, solch Lieb. 

Verfasser: unbekannt, Ursprung England (ca. 1450) 












Dienstag, 3. Februar 2015

Die beiden Wanderer und die gefundene Axt | Fabel von Aesop

aventin.blogspot.com

Zwei Wanderer gingen denselben Weg. Der eine von ihnen fand ein Beil und nahm es an sich. Da gab der andere seinem Gefährten den Rat, nicht zu sagen: "Ich habe", sondern: "Wir haben" gefunden. 

Über Kurzem stießen die beiden auf jene, welche das Beil verloren hatten. Als sie es in der Hand des einen Wanderers erblickten, ergrimmten sie sich in der Meinung, er habe es ihnen gestohlen und bedrängten ihn. "Wir sind verloren", sprach da der Finder zu seinem Gefährten. Doch der erwiderte: "Sage lieber: 'Ich bin' und nicht 'wir sind' verloren, denn als du das Beil fandest, hast du ja auch gesagt: 'Ich habe' und nicht 'wir haben' gefunden." 

Lehre:
Wahre Freundschaft teilt Gutes und Schlechtes, denn geteilte Freude ist doppelte Freude und geteiltes Leid ist halbes Leid.