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Montag, 2. Dezember 2019

Zeus und das Pferd

Zeus und das Pferd

Fabel - Arroganz


Montag, 16. Juli 2018

Der Naturalist - Fabel von Lessing

Der Naturalist:

Ein Mann, das Namenregister der Natur vollkommen inne habend, jede Pflanze und jedes dieser Pflanze eigenes Insekt nennen konnte und das auf mehr als eine Art zu nennen wusste, den ganzen Tag Steine auflas, Schmetterlingen nachlief u. seine Beute aufspießte…


Sonntag, 21. Januar 2018

Montag, 1. August 2016

Wie der Esel mit dem Löwen jagen ging | Fabel von Lessing


Als der Esel mit dem Löwen des Äsop, der ihn anstatt seines Jägerhorns brauchte, frühmorgens in den Wald zum Jagen ging, begegnete ihm ein anderer Esel von seiner Bekanntschaft und rief ihm freundlich zu: "Guten Tag, mein Bruder!"

"Unverschämter!" war die Antwort. 

"Und warum das?" fuhr jener Esel fort. "Bist du deswegen, weil du mit einem Löwen unterwegs bist, besser als ich und mehr als ein Esel?"

Lehre:
Hochmut ist der zur Schau getragene Stolz. Echter Stolz verbirgt sich. (Ernst Hohenemser)






Montag, 13. Juni 2016

Der Fuchs und der Storch | Persönliche Interessen | Fabel von Lessing

 

"Erzähle mir doch etwas von den fremden Ländern, die du alle schon gesehen hast", sagte der Fuchs zu dem weit gereisten Storch. 

Daraufhin fing der Storch an weitläufig auszuholen mit seiner Erzählung und jede Lache und jede feuchte Wiese zu benennen, wo er die schmackhaftesten Würmer und die fettesten Frösche gefunden und verspeist hätte. 

Der Fuchs war darüber nicht sehr erfreut und ging seines Weges mit den Abschiedsworten: "wie schön für dich". 

Lehre: 
Jedem Tierchen sein Plaisierchen!






Montag, 23. Mai 2016

Der Löwe mit dem Esel | Begleitung und Gesellschaft | Fabel von Lessing



Als der Löwe des Aesop mit einem Esel, der ihm mittels seiner fürchterlichen Stimme bei der Jagd behilflich sein sollte, in einen nahen Wald ging, rief ihm eine nasenweise Krähe, welche auf dem Ast eines Baumes saß, folgendes zu: "Da hast du ja einen schönen Begleiter und Gesellschafter bei dir! Schämst du dich nicht, mit einem Esel zu gehen?"

Darauf antwortete der Löwe: "Wen ich brauchen kann und wer mir behilflich ist, den kann ich ja wohl auch zeitweise an meiner Seite gehen lassen."

Lehre:
Ehre, wem Ehre gebührt. Recht, wem Recht zusteht





Montag, 9. Mai 2016

Das Geschenk der Feen | Fabel von Gotthold Ephraim Lessing


Zu der Wiege eines jungen Prinzen, der in der Folge einer der größten Regenten seines Landes ward, traten zwei wohltätige Feen. "Ich schenke diesem meinem Liebling", sagte die eine, "den scharfsichtigen Blick des Adlers, dem in seinem weiten Reich auch die kleinste Mücke nicht entgeht."

"Das Geschenk ist schön", unterbrach sie die zweite Fee. "Der Prinz wird ein einsichtsvoller Monarch werden. Aber der Adler besitzt nicht allein Scharfsichtigkeit, die kleinsten Mücken zu bemerken, er besitzt auch eine edle Verachtung, ihnen nicht nachzujagen. Und diese nehme der Prinz von mir zum Geschenk!"

"Ich danke dir, Schwester, für diese weise Einschränkung", versetzte die erste Fee. "Es ist wahr; viele würden weit größere Könige gewesen sein, wenn sie sich weniger mit ihrem durchdringenden Verstand bis zu den kleinsten Angelegenheiten hätten erniedrigen wollen."





Montag, 25. April 2016

Gans bleibt Gans | Mehr scheinen wollen als sein | Fabel von Lessing


Die Federn einer Gans waren so schön weiß, dass sie den neugeborenen Schnee beschämten. Stolz auf dieses blendende Geschenk der Natur, glaubte sie daher, eher zu einem Schwan als zu dem, was sie war, geboren zu sein. 

So sonderte sie sich von ihresgleichen ab und schwamm einsam und majestätisch  auf dem Teich herum. Bald dehnte sie ihren Hals, dessen verräterischer Kürze sie mit aller Macht abhelfen wollte. Bald suchte sie ihm die prächtige Biegung zu geben, in welcher der Schwan das würdigste Ansehen eines Vogels des Apollo hat. Doch vergebens; ihr Hals war zu kurz und zu steif, und mit aller ihrer Bemühung brachte sie es nicht weiter, als dass sie doch nur eine ganz normale Gans blieb, ohne ein Schwan zu werden. 

Lehre:
Schuster bleib bei deinen Leisten!






Montag, 4. April 2016

Das Schwein unter der Eiche | Hoffnung und Erwartung | Fabel von Lessing

Ein gefräßiges Schwein mästete sich unter einer hohen Eiche mit der herabfallenden Frucht. Indem es die eine Eichel zerbiss, verschluckte es bereits eine andere mit dem Auge. 

"Undankbares Vieh!" rief ihr der Eichbaum zu. "Du nährst dich von meinen Früchten, ohne einen einzigen dankbaren Blick auf mich zu richten." 

Das Schwein hielt einen Augenblick inne und grunzte zur Antwort: "Meine dankbaren Blicke sollten nicht ausbleiben, wenn ich nur wüsste, dass du deine Eicheln meinetwegen hättest fallen lassen."

Lehre:
Die Fabel lehrt uns, dass Erwartungen, die wir in unserem Leben erhoffen, nicht immer mit dem Erlebten übereinstimmen. 






Dienstag, 8. September 2015

Der Geist des Salomo • Alles zu seiner Zeit • Fabel von Lessing

Ein ehrlicher Greis trug des Tages Last und Hitze, sein Feld mit eigener Hand zu pflügen und mit eigener Hand den reinen Samen in den lockern Schoß der willigen Erde zu streuen. 

Auf einmal stand unter dem breiten Schatten einer Linde eine göttliche Erscheinung vor ihm da! Der Greis stutzte. "Ich bin Salomo", sagte mit vertraulicher Stimme das Phantom. "Was machst du hier, Alter?"  

"Wenn du Salomo bist", versetzte der Alte, "wie kannst du fragen? Du schicktest mich in meiner Jugend zu der Ameise; ich sah ihren Wandel und lernte von ihr fleißig sein und sammeln. Was ich da lernte, das tue ich immer noch."

"Du hast deine Lektion nur halb gelernt", versetzte der Geist. "Geh noch einmal hin zur Ameise und lerne nun auch von ihr, in dem Winter deiner Jahre zu ruhen und des Gesammelten sich zu erfreuen."