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Dienstag, 19. März 2019

Von den Wundern der Natur

Von den Wundern der Natur

Ich glaube, ein Grashalm ist nicht geringer als das Tagwerk der Sonne. Eine Ameise ist ebenso vollkommen wie ein Sandkorn und das Ei des Zaunkönigs.


Mittwoch, 22. August 2018

Echter Baldrian

Echter Baldrian:

Neben Kamille, Pfefferminze und Arnika gehört der Baldrian sicherlich zu den bekanntesten Heilpflanzen. Die altbekannte Wirkungen – beruhigend und krampflösend – machte sich schon Hippokrates um 400 v. Chr. zunutze.


Montag, 16. Juli 2018

Der Naturalist - Fabel von Lessing

Der Naturalist:

Ein Mann, das Namenregister der Natur vollkommen inne habend, jede Pflanze und jedes dieser Pflanze eigenes Insekt nennen konnte und das auf mehr als eine Art zu nennen wusste, den ganzen Tag Steine auflas, Schmetterlingen nachlief u. seine Beute aufspießte…


Donnerstag, 19. April 2018

Von der Wurzel aller Kunst Betrachtung von Hermann Hesse

Von der Wurzel aller Kunst Betrachtung von Hermann Hesse:


Von der Wurzel aller Kunst - Betrachtung von Hermann Hesse - Alles Sichtbare ist Ausdruck, alle Natur ist Bild, ist Sprache und farbige Hieroglyphenschrift. Wir sind heute, trotz einer hoch entwickelten Naturwissenschaft, für das eigentliche Schauen nicht eben gut vorbereitet und erzogen.



Freitag, 29. April 2016

Farbenphänomene | Blaurot | Johann Wolfgang Goethe


Jene Unruhe nimmt bei der weiter schreitenden Steigerung zu, und man kann wohl behaupten, dass eine Tapete von einem ganz reinen gesättigten Blaurot eine Art von unerträglicher Gegenwart sein müsse. Deswegen es auch, wenn es als Kleidung, Band, oder sonstiger Zierrat vorkommt, sehr verdünnt und hell angewendet wird, da es denn seiner bezeichneten Natur nach einen ganz besonderen Reiz ausübt. 

Indem die hohe Geistlichkeit diese unruhige Farbe sich angeeignet hat, so dürfte man wohl sagen, dass sie auf den unruhigen Staffeln einer immer vordringenden Steigerung unaufhaltsam zu dem Kardinalpurpur hinaufstrebe. 






Montag, 25. April 2016

Gans bleibt Gans | Mehr scheinen wollen als sein | Fabel von Lessing


Die Federn einer Gans waren so schön weiß, dass sie den neugeborenen Schnee beschämten. Stolz auf dieses blendende Geschenk der Natur, glaubte sie daher, eher zu einem Schwan als zu dem, was sie war, geboren zu sein. 

So sonderte sie sich von ihresgleichen ab und schwamm einsam und majestätisch  auf dem Teich herum. Bald dehnte sie ihren Hals, dessen verräterischer Kürze sie mit aller Macht abhelfen wollte. Bald suchte sie ihm die prächtige Biegung zu geben, in welcher der Schwan das würdigste Ansehen eines Vogels des Apollo hat. Doch vergebens; ihr Hals war zu kurz und zu steif, und mit aller ihrer Bemühung brachte sie es nicht weiter, als dass sie doch nur eine ganz normale Gans blieb, ohne ein Schwan zu werden. 

Lehre:
Schuster bleib bei deinen Leisten!






Mittwoch, 9. Dezember 2015

Wie ist der Maßstab auf einer Landkarte anzusetzen? • Zahlenrätsel


Auf einer Landkarte 
mit dem Maßstab 1:10000 
entsprechen 1 cm auf der Karte 
wie viel Meter in der Natur?



▂ ▃ ▄ ▅ ▆ ▇   Antwort   ▇ ▆ ▅ ▄ ▃ ▂







Montag, 23. November 2015

Der Adler und die Schildkröte • Torheit • Fabel von Aesop


Eine Schildkröte bat einen Adler, ihr Unterricht im Fliegen zu geben. Der Adler suchte es ihr auszureden, aber je mehr er sich bemühte, ihr das Törichte ihres Wunsches klarzumachen, desto mehr beharrte sie darauf. Ihrer dringenden Bitten müde, nahm der Adler sie dann endlich mit in die Luft und ließ sie ungefähr turmhoch los aus seinen Fängen, damit sie fliege; zerschmettert lag sie auf der Erde und musste so ihre Torheit büßen. 

Lehre: 
Trachte nicht nach Dingen, die die Natur dir versagt hat. Was die Natur versagt, kann niemand geben.





Donnerstag, 22. Oktober 2015

Über die Wunder dieser Welt • Novelle von Ralph Waldo Emerson

Foto: pigs.de - FZ18
"Es gibt keine Wunder mehr." Gibt es sie wirklich nicht mehr? Seit wann? Heute Nachmittag gab es sie noch, als ich in den Wald ging und, vor dem tosenden Wind geschützt, in einen hellen, wundersamen Sonnenschein trat. 

Wer kann einen Tannenzapfen betrachten oder das Harz, das aus der Rinde tropft, oder ein Blatt, dieses in sich vollkommene Stück der Pflanzenwelt, wie es im Sonnenlicht leuchtet; wer kann in dem stillen, bewaldeten Tal das fröhliche Zirpen der Grillen hören oder über einen hohen Felsgrat gehen, der wie ein natürlicher Damm das Moor überquert; wer kann den ziehenden Wolken nachsehen oder zu seinen Füßen ein Moos oder einen Stein anschauen und behaupten, es gebe keine Wunder mehr? Sag mir, guter Freund und gute Freundin, wann dieser Hügel, auf dem du stehst, durch vulkanische Kraft aus der Erdoberfläche getrieben wurde. Hebe den Kieselstein auf, betrachte seine grauen Flächen und scharfen Kristalleinschlüsse, und sage mir, durch welch feurige Sintflut die Minerale wie Wachs zerschmolzen und wie dieser Stein, als wäre der Erdball ein glühender Mörser, seine Gestalt erhielt. Der Kiesel selbst spricht die Wahrheit aus und bezeugt endlosen Zeitaltern, dass es also geschah. Sag mir, wo wird diese Luft erzeugt, die so dünn und blau und beweglich ist, die dich umfächelt, in der dein Leben schwebt und die sich der Lungen nur als eines Organs bedient, diese Luft, aus der du melodische Worte bildest? 

Mich drängt mein Wissensdurst, das Geheimnis der Natur zu ergründen. Warum kann die Geologie, warum kann die Botanik nicht sprechen und mir sagen, was früher war und was jetzt ist, während ich durch die Wälder gehe und mich frage, wann das Vorgebirge sich aufwarf wie eine Blase auf glühendem Stahl? Dann blickte ich nach oben und sah, wie die Sonne am weiten Himmel stand. Ich hörte den Wind brausen, und das Wasser glitzerte im Tal. Das sind die Kräfte, die jene Erscheinungen hervorbrachten und die immer noch tätig sind. Ja, sie sprechen noch immer mit mächtiger, klarer Stimme für diejenigen, die sie verstehen.






Freitag, 10. Juli 2015

Vom Chaos zum Kosmos • Metamorphosen von Ovid

Ehe das Meer und die Erde bestand und der Himmel, der alles deckt, da besaß die Natur im All nur ein einziges Antlitz, Chaos genannt, eine rohe und ungegliederte Masse, nichts als träges Gewicht, und geballt am nämlichen Orte disharmonierende Samen nur lose vereinigter Dinge. Titan gab es noch nicht, die Welt mit Licht zu erhellen, Phoebe bewirkte noch nicht, dass die Sichel des Mondes sich dehnte, noch nicht schwebte die Erde in Lüften, die rings sich ergossen, hängend im eigenen gleichen Gewichte; nicht streckte die Arme Amphitrite am weit sich dehnenden Saume der Länder. Zwar war Erde daselbst vorhanden und Heer und auch Lufthauch, aber die Erde gewährte nicht Stand, das Wasser kein Schwimmen, lichtlos waren die Lüfte. Es schwankten die Formen der Dinge, eines hemmte das andre, in ein und dem nämlichen Körper kämpften das Kalte und Warme, es rangen das Trockne und Feuchte, Weiches stritt mit dem Harten, was ohne Gewicht, mit dem Schweren. 

Aber es gab eine Schlichtung des Streites: ein Gott, eine bessre Kraft der Natur schied Himmel und Erde und Erde und Wasser, und er trennte den heiteren Himmel vom dickeren Luftdunst. Als er nun alles entwirrt, aus der finsteren Masse entnommen, band er das örtlich Getrennte zusammen in friedlicher Eintracht; und so schnellte die leichte, die feurige Kraft des gewölbten Himmels empor und gewann sich den Platz in der obersten Höhe. Ihr zunächst ist die Luft an Leichtigkeit wie auch im Raume; dichter als sie ist die Erde, die größere Stoffe herbeizog, durch ihre Schwere zusammengepresst; die umfließende Feuchte nahm den Rand in Besitz und umschloss den festeren Erdkreis. 

Als so der Gott, wer immer es war, die Materie geordnet, so sie zerteilt und die Teile zu wirklichen Gliedern gestaltet, ballte er gleich zu Beginn die Erde, damit sie auf jeder Seite sich gänzlich gleiche, zur Form einer riesigen Kugel. Alsdann ließ er die Meere sich breiten; in reißenden Stürmen sollten sie schwellen und rings die Gestade der Erde umgürten. Quellen gesellte er bei, unermessliche Teiche und Seen; mit sich krümmenden Ufern umzog er die Flüsse, die hierhin abwärts rinnen und dorthin; die einen verschwinden im Boden, andre gelangen ins Meer: in freierem Laufe durchströmen sie die Ebne, statt Ufer umzieht sie Küstengelände. Felder ließ er sich dehnen und Täler hernieder sich senken, Wälder sich decken mit Laub und steinige Berge sich heben. Und wie den Himmel zwei Zonen zur Rechten und ebensoviele Links durchschneiden - die fünfte jedoch ist heißer als alle -, so zerteilte der sorgliche Gott die umschlossene Kugel nach den nämlichen Zahlen: es decken fünf Zonen die Erde. Wo sich die mittlere dehnt, da verwehrt es die Hitze zu wohnen; zwei deckt tiefer Schnee; zwei hat er dazwischen geschoben und ihnen Milde verliehn: mit Kälte vermischte er Wärme. 

Luft ist darüber gebreitet; so viel ist sie schwerer als Feuer, als des Wassers Gewicht nachsteht dem Gewichte der Erde. Nebel ließ es daselbst, dort ließ er Wolken sich sammeln, auch die Donner, bestimmt, auf menschliche Herzen zu wirken, und die Winde, die Wetterleuchten erzeugen und Blitze. Doch auch den Winden verwehrte der Weltenschöpfer zu hausen, wo in den Lüften sie wollten; noch jetzt ist es schwer, sie zu zähmen, wenn sie auch, jeder für sich, in den eigenen Zonen sich tummeln, dass sie die Welt nicht zerreißen: so groß ist die Zwietracht der Brüder. Eurus wich zu Aurora zurück, nach dem Reich Nabataea und nach Persien, hinweg zu den Höhn, die im Morgenglanz leuchten; doch dich Gestade, die milde durchsonnt sind von Strahlen des Abends, liegen dem Zephyr am nächsten; ins Land der Scythen, gegen Norden, brauste der schaurige Boreas, aber das Land gegenüber wird vom Auster mit Regen und dauernden Wolken befeuchtet. Über das alles legt er den flüssigen Äther, der jeder Schwere ermangelt und frei ist von jeglichem irdischen Unrat.

Kaum hat er alles durch feste Begrenzung umhagt und geschieden, als die Gestirne, die lang in der Masse gepresst und verborgen waren, allüberall jetzt am Himmel zu leuchten begannen. Auf dass keine der Zonen der lebenden Wesen ermangle, sollten die Sterne, Gestalten von Göttern, den Himmel bevölkern. Glänzenden Fischen gewährten die Wasser die Wohnung, die Erde bot den Tieren das Heim, die beweglichen Lüfte den Vögeln. 

Aber ein reineres Wesen, Gefäß eines höheren Geistes, über die andern zu herrschen befähigt, es fehlte noch immer. Und es entstand der Mensch, sei es, dass ihn aus göttlichem Samen jener Meister erschuf, der Gestalter der besseren Weltform, sei es dass die Erde, die jugendfrische, erst kürzlich vom hohen Äther geschieden, die Samen, die himmelsverwandten, bewahrte. Denn sie mischte des Iapetus Sohn mit dem Wasser des Regens, formte sie dann nach dem Bild der alles regierenden Götter. Während die anderen Wesen gebückt zur Erde sich neigen, ließ er den Menschen das Haupt hochtragen: er sollte den Himmel sehen und aufgerichtet den Blick nach den Sternen erheben. Also war nun die Erde verwandelt: soeben noch formlos roh, ward sie jetzt geschmückt mit den Menschengestalten, den neuen. (Ovid)







Montag, 23. März 2015

Vom Wissen und Vergessen | Wahrnehmung | Henry D. Thoreau


Erst wenn wir all unser Wissen vergessen, beginnen wir, etwas zu wissen. Ich komme einem Gegenstand der Natur nicht um Haaresbreite näher, solange ich mir einbilde, eine Einführung eines Gelehrten dazu zu haben. 

Um zur totalen Wahrnehmung eines Gegenstandes zu gelangen, muss ich ihn zum tausendsten Mal als etwas völlig Fremdes in den Blick fassen. Wenn du die Farne kennenlernen willst, musst du deine Botanik vergessen. Du musst deine sogenannten Kenntnisse über sie loswerden. Kein einziger wissenschaftlicher Ausdruck, keine Unterscheidung nützt dir im geringsten, denn du möchtest ja etwas wahrnehmen und musst dich dem Gegenstand ganz unvoreingenommen nähern. Du musst dir bewusst sein, dass kein Ding deiner Vorstellung von ihm entspricht. Dein Zustand muss ein anderer sein als gewöhnlich. 

Dein größter Erfolg ist einfach die Wahrnehmung, dass es solche Dinge gibt. 







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