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Montag, 28. September 2020

Der Pfau im Hühnerhof

 Der Pfau im Hühnerhof - Fabel von John Gay - Neid Schönheit und Missgunst




Dienstag, 7. Juli 2020

Der Hodscha

Montag, 22. Januar 2018

Der Hirsch an der Quelle Fabel von Aesop

Der Hirsch an der Quelle Fabel von Aesop:

Fabel von Aesop - Der Hirsch an der Quelle - Ein Hirsch hatte Durst und kam zu einer Quelle. Während er trank und er dabei sein eigenes Spiegelbild im Wasser sah, gefiel ihm sein Geweih ganz besonders gut und er war auch sehr stolz darauf.


Montag, 26. Oktober 2015

Der Pfau und die Dohle • Fabel von Aesop


Ein Pfau und eine Dohle stritten sich um die Vorzüge ihrer Eigenschaften. Der Pfau brüstete sich mit dem Glanz, der Farbe und der Größe seiner Federn. 

Die Dohle gab all dieses zu und bemerkte nur, dass alle diese Schönheiten zur Hauptsache nicht viel taugten - nämlich zum Fliegen. Dann flog sie behende auf und der Pfau blieb beschämt auf dem Boden der Erde zurück. 

Lehre: Sei nicht stolz auf nur äußerliche Vorzüge, sie sind nicht alles.







Donnerstag, 25. Juni 2015

Von der Geburt der Geige • Maghrebinische Geschichte

Ein König hatte drei Söhne: der erste war stolz, der zweite war kühn, der dritte war schön. Als sie herangewachsen waren, zogen sie in die Welt, um ein Handwerk zu erlernen. Der erste kam an den Hof des Großkhans, des Königs der Könige, und nachdem er sieben Jahre im Schatten seines Thrones hingebracht hatte, war er erfahren in aller Weisheit und Würde des Herrschens wie kein anderer. Und er kehrte heim und übernahm Thron und Szepter seiner Vaters und herrschte über sein Volk bis an seines Lebens Ende. 

Der zweite gelangte zu den Kriegern. Und er lernte die Härten des Lagers und das Getümmel der Schlachten ertragen und stärkte seinen Arm und Blick. Und als er ausgelernt hatte, setzte er sich an die Spitze der Truppen und wurde ein Held und Eroberer, wie es seinesgleichen nicht mehr gegeben hat. 

Ihrer beider Namen aber sind vergessen. 

Der dritte endlich zog durch die Welt und fand keinen Aufenthalt, denn er war ungenügsam von Wesen. Einmal aber gelangte er zu einem Asketen, der in der Wüste auf einer Säule lebte, und er blieb bei ihm und diente ihm sieben Jahre lang. Nachdem er ihm sieben Jahre lang gedient hatte, wanderte er weiter. Aber er hatte die Kunst erlernt, sich zu verwandeln in jegliche Gestalt. So ritt er einmal über Land, als er einen Hirsch gewahrte, der vor ihm flüchtete. Von Jagdlust gepackt, setzte er ihm nach. Aber der Hirsch war schneller als sein schnelles Pferd und fast hätte er ihn aus dem Blick verloren. Da erkannte er, dass es kein gewöhnlicher Hirsch war, den er verfolgte, und rasch verwandelte er sich in einen Geparden und setzte in weiten Sprüngen hinter ihm her, bis er ihn erreichte und mit einem Satz in seinem Nacken saß. Kaum aber hatte er ihn gepackt, so verwandelte sich der Hirsch in einen Stichling und schnellte sich in das Wasser des nahen Flusses. Der Königssohn aber verwandelte sich in einen Hecht und hatte ihn bald gefasst. Da verwandelte sich der Stichling in eine Taube, schwang sich von den Wellen des Flusses hoch und entflog mit klatschenden Schwingenschlägen. Der Königssohn aber verwandelte sich in einen Falken und war bald über ihr, stieß zu und hatte sie geschlagen. Die Taube aber verwandelte sich in ein Haar, der Königssohn aber in ein Messer: so spaltete er das Haar. Und als er es gespalten hatte, da verstand er mit einem Male die Sprache aller Dinge. 

So zog er weiter, und die Dinge redeten zu ihm ein jegliches in seiner Sprache und priesen die Schönheit der Schöpfung. Da begann der Königssohn zu singen von der Schönheit der Schöpfung. Dann aber hörte er, wie die Dinge sprachen vom Leid der Welt, und er verstummte. Er blieb in der Einsamkeit, bis er alt und müde wurde. Als er aber spürte, dass er sterben sollte, verfertigte er ein Kästchen aus Holz, und er weinte darüber alle Tränen der Welt und lachte hinein alle Lust und Freude der Welt. Dann zog er vier Haare aus seinem Bart, das eine mit der Stimme der Lerche am frühen Morgen, das andere mit der Stimme der Hummel im hohen Sommer, eines mit der Stimme des singenden Knaben und eines mit der Stimme des stolzen Hahnes. Sie spannte er über das Kästchen und verschloss es so. Dann starb er in der Einsamkeit. Erst viele hundert Jahre später schoss ein Zigeuner seinen Bogen ab, und der Pfeil flog weithin und blieb in der Erde stecken. Und als er hinging, ihn zu holen, fand er daneben das Kästchen mit den vier Haaren. Er verwunderte sich darüber und strich mit der Sehne seines Bogens prüfend über die Haare hin. Da ertönten die Stimmen der Haare und sangen von allem Leid und von aller Freude und Lust der Welt.

Der Zigeuner aber nahm das Kästchen mit sich. So wurde die Geige.





Freitag, 19. Juni 2015

Grausamkeiten früher und heute • Novelle von Hermann Hesse

Hermann Hesse
Die Grausamkeiten im Mittelalter sind in Wirklichkeit keine. Ein Mensch des Mittelalters würde den ganzen Stil unseres heutigen Lebens noch ganz anders als grausam, entsetzlich und barbarisch verabscheuen! Jede Zeit, jede Kultur, jede Sitte und Tradition hat ihren Stil, hat ihre ihr zukommenden Zartheiten und Härten, Schönheiten und Grausamkeiten, hält gewisse Leiden für selbstverständlich, nimmt gewisse Übel geduldig hin. Zum wirklichen Leiden, zur Hölle wird das menschliche Leben nur da, wo zwei Zeiten, zwei Kulturen und Religionen einander überschneiden. Ein Mensch der Antike, der im Mittelalter hätte leben müssen, wäre daran jämmerlich erstickt, ebenso wie ein Wilder inmitten unsrer Zivilisation ersticken müsste. Es gibt nun Zeiten, wo eine ganze Generation so zwischen zwei Zeiten, zwischen zwei Lebensstile hineingerät, dass ihr jede Selbstverständlichkeit, jede Sitte, jede Geborgenheit und Unschuld verlorengeht. Natürlich spürt das nicht jeder gleich stark. Eine Natur wie Nietzsche hat das Elend seiner Zeit um mehr als eine Generation voraus erleiden müssen - was er einsam und unverstanden auszukosten hatte, das erleiden heute Tausende. (Hermann Hesse)





Sonntag, 10. Mai 2015

Jupiter, die Krähe und die Vögel • Fabel von Aesop

Jupiter wollte den Vögeln einen König geben und setzte einen Tag fest, an welchem sie zusammenkommen sollten. Die Krähe sammelte im Bewusstsein ihrer mangelnden Schönheit die Federn, welche den andern Vögeln ausgefallen waren, und bekleidete sich mit denselben. Als nun der bestimmte Tag kam, ging sie in ihrem bunten Schmucke in die Versammlung. Da sie nun Jupiter wegen ihrer Schönheit zum König der Vögel erwählen wollte, rissen ihr die anderen erzürnten Vögel die Federn aus, indem ein jeder diejenigen herauszupfte, welche ihm zugehörten. So war die Krähe bald wieder nichts anderes, als was sie ursprünglich gewesen war, nämlich eine ganz normale Krähe. 

Auch jene Menschen, die sich durch fremde Macht erhoben haben und sich ihres Reichtums brüsten, gewähren, wenn jeder zurückfordert, was ihm gebührt, einen kläglichen Anblick und sind dann nichts mehr, als was sie früher waren.







Montag, 4. Mai 2015

Der Fuchs und die Statue • Bildung • Fabel von Aesop

Ein Fuchs betrachtete in der Werkstätte eines Bildhauers mit Entzücken verschiedene schöne Statuen. Besonders gefiel ihm eine derselben wegen ihrer vorzüglichen Arbeit und Schönheit. Er untersuchte sie endlich näher und bemerkte nicht das geringste Zeichen von Leben oder Verstand. "Oh!" rief er aus, "wie schade ist, dass ein so schöner Kopf kein Gehirn hat!" 




Die Bildung des Geistes gibt erst 
der Schönheit des Körpers einen Wert.






Samstag, 31. Januar 2015

Der Kaufmann, ein Diener und der Tod | Sage aus dem Maghreb

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Ein Kaufmann in Maghrebinien besaß zur Lust und Labe seines Alters einen wundervollen Rosengarten und einen Diener, ihn zu pflegen. Als er sich einmal in der kühlen Abendstunde in diesem Garten ergehen wollte, kam sein Diener atemlos gelaufen, warf sich zu seinen Füßen und flehte: "Herr, gib mir dein schnellstes Pferd, dass ich nach Samarkand entfliehen kann. In deinem Garten ist der Tod, und ich weiß, er ist gekommen, um mich zu holen." Der Kaufmann, der seinen Diener liebte, gab ihm sein schnellstes Pferd und einen Beutel Gold, und nachdem der Diener sich unter Dank und Segenswünschen davongemacht hatte, ging er zurück in seinen Garten. Dort traf er einen Jüngling von hohem Ernst und großer Schönheit an. "Guten Abend", sagte der Kaufmann. "Du bist der Tod? Bist du in Geschäften zu mir gekommen?" - "Nein", erwiderte der Tod, "ich verweile hier, mit deiner gütigen Erlaubnis, und erfreue mich an der Schönheit dieser Blumen. Ich bin auf Reisen, aber ich habe keine sonderliche Eile. Morgen erst muss ich in Samarkand sein, um dort deinen Diener zu treffen." 




Montag, 26. Januar 2015

Das schönste Los der Welt | Johann Wolfgang von Goethe

aventin.blogspot.com

Manches Herrliche der Welt
ist in Krieg und Streit zerronnen;
Wer beschützet und erhält,
hat das schönste Los gewonnen.