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Donnerstag, 7. März 2019

Donnerstag, 28. Juli 2016

Sprache & Kunst | Der Umgang mit Symbolen und ihre Wirkung


Das Benützen von Symbolen ist eine allgemein menschliche Eigenschaft. So wird in der Kunst und in der Sprache ein System von Symbolen, Ausdrücken oder Beschreibungen verwendet, welches oftmals weit mehr bedeutet, als der erste optische oder akkustische Eindruck vermitteln mag. Symbole sollen eine möglichst große Wirkung auf Menschen ausüben. 

Sprache und Kunst sind allgemeine Bestandteile des menschlichen Miteinanders, eigentlich die höchsten den Menschen als Geschenk verliehenen Mittel einer sehr weit- und tiefgreifenden Verständigung, welche nicht unbedingt an Zeit und Raum gebunden ist, sich aber auch nicht damit begnügt, zu allen Menschen eine Brücke zu schlagen. 

Sprache und Kunst vermögen mittels Symbolen sowohl in die Helligkeit einer übermenschlichen Welt hinauszudringen, als auch in die tiefste Tiefe des unbewußten Inneren hinabzusteigen. Natürlich hängen Sprache und Kunst auch von Konventionen ab und sind mannigfachen Wandlungen unterworfen. Dies geht nicht nur aus der Vielfalt der Sprachen und Kunstweisen hervor, sondern auch aus den fortdauernden Umformungen und Richtungsänderungen des sprachlichen und künstlerischen Ausdrucksmaterials. Sprache und Kunst sind auch der Mode bzw. dem Zeitgeist unterworfen, eben deshalb weil sie mit Hilfe von Zeichen und Beispielen menschliche Zustände oder Absichten beschreiben und mitteilen wollen oder sollen, welche nicht direkt übertragbar sind. So reden sie in Bildern, Zeichen und Gleichnissen, sind Brauchtümer, Formeln oder auch Gewohnheiten. Es gilt für sie dasselbe, was für religiöse Bräuche und für die Konventionen einer Gesellschaft im Allgemeinen gilt: sie haben in erster Linie Bedeutung für diejenigen, welche Anhänger der betreffenden gesellschaftlichen oder politischen Ansichten oder Ausrichtungen sind. Man kann konform sein, oder auch nicht. Uneingeschränkt aber ist festzustellen, dass Symbole auf das Unbewusste eines jeden Individuums wirken, weil archetypische Bilder oder Codes damit bedient werden und kaum jemand es vermag, sich diesem Vorgang zu entziehen. 






Montag, 14. Dezember 2015

Der Fuchs und der Waldarbeiter • Rechtschaffenheit • Fabel von Aesop


Ein vor Jägern fliehender Fuchs fand, nachdem er lange in der Wildnis herumgelaufen war, endlich einen Waldarbeiter und bat denselben inständig, ihn doch bei sich zu verbergen. Dieser zeigte ihm seine Hütte, worauf der Fuchs hineinging und sich in einem Winkel versteckte. 

Als die Jäger kamen und sich bei dem Manne erkundigten, so versicherte dieser zwar durch Worte, er wisse nichts, deutete aber mit der Hand nach dem Orte hin, wo der Fuchs versteckt war. Allein die Jäger hatten nicht darauf geachtet und entfernten sich sogleich wieder. 

Wie nun der Fuchs sie fortgehen sah, ging er wieder  aus der Hütte heraus, ohne etwas zu sagen. Als der Waldarbeiter ihm Vorwürfe machte, dass er ihm, durch den er doch gerettet worden sei, keinen Dank bezeuge, drehte sich der Fuchs nochmals um und sprach: "Ich wüsste dir gerne Dank, wenn die Werke deiner Hand und deine Gesinnung mit deinen Reden im Einklang ständen." 

Lehre:
Diese Fabel geht jene an, welche zwar die Rechtschaffenheit im Munde führen, deren Taten  jedoch das Gegenteil bezeugen.






Freitag, 11. Dezember 2015

Florenz | Hauptstadt der Toskana | Florentia oder die Blühende


Florenz, Provinz-Hauptstadt der Toskana mit Sitz einer bekannten Universität und eines Erzbischofs, wird wegen ihrer malerischen Lage zu beiden Seiten des Arno auch 'la Bella' genannt. Die Stadt war vom Mittelalter an bis zur Neuzeit Mittelpunkt der geistigen Entwicklung Europas. Von hier ging auch die Schöpfung der italienischen Sprache und Literatur aus, man denke dabei an Dante Alighieri, Giovanni Boccaccio oder Francesco Petrarca, und von hier erwuchs die Blüte der italienischen Kunst.




Sehenswürdigkeiten:


Piazza della Signora  
Palazzo degli Uffizi  
Palazzo Strozzi  
Accademia di Belle Arti  
Ponte Vecchio 
Boboli-Garten 



Zur Geschichte:

  • 50 v. Chr. erhält 'Florentia' die Stadtrechte. 
  • 1282 reißen die Zünfte die Regierung an sich. Ihre Priori (Vorsteher) treten als Signoria an die Spitze der Verwaltung. 
  • 1302 wird Dante auf Lebenszeit aus seiner Heimatstadt Florenz verbannt.
  • 1434 kommt die reiche Kaufmannsfamilie Medici an die Macht. Ihre bedeutendsten Mitglieder sind Cosimo 'Il Vecchio'  und Lorenzo 'Il Magnifico' . Unter diesen beiden wird die Republik Florenz in Europa Mittelpunkt von Kunst, Wissenschaft, Handel und Geldverkehr. 
  • 1494 besetzt Karl VIII.  von Frankreich Florenz und die Medici werden Vertrieben. 
  • 1498 stirbt der Bußprediger Savonarola, ein Gegner der Medici, als Ketzer.
  • 1512 kehren die Medici nach Florenz zurück.
  • 1532 wird Alessandro di Medici von Karl V. als erblicher Herzog eingesetzt, regiert aber nur fünf Jahre. 
  • 1537 wird Alessandro von seinem Vetter Lorenzino ermordet. Nachfolger wird der junge Cosimo I.
  • 1569 wird Cosimo I. von Paps Pius V. als Großherzog bestätigt. 
  • 1737 sterben die Medici aus. Das Haus Lothringen erhält die Toskana als Reichslehen. Habsburg-Lothringen herrscht bis 1859.
  • 1865 Florenz wird Hauptstadt des neuen Königreichs Italien.










Donnerstag, 9. April 2015

Der Kaufmann und der Papagei • Heitere Ballade


Ein Kaufmann einen Papagei besaß, 
in Sang und Rede wohl erfahren. 
Der saß als Wächter an des Ladens Pforte 
und sprach zu jedem Kunden kluge Worte. 
Der Menschenkinder Sprache kannte er, 
doch auch seinesgleichen Weisen verstand er. 
Vom Laden ging nach Haus einst sein Gebieter 
und ließ den Papagei zurück als Hüter. 
Ein Kätzlein plötzlich in den Laden sprang, 
um eine Maus zu fangen; todesbang, 
flatterte hin und her der Papagei 
und stieß ein Glas mit Rosenöl entzwei. 
Von seinem Hause kam der Kaufmann wieder 
und setzte sorglos sich im Laden nieder. 
Da sah er Rosenöl all überall, 
im Zorn schlug er das Haupt des Vogels kahl. 
Die Zeit verstrich, der Vogel sprach nicht mehr. 
Da kam die Reu', der Kaufmann seufzte schwer. 

Wär' mir, da auf den Redner 
ich den bösen Schlag geführt, 
doch lahm die Hand gewesen! 

"Wohl gab er frommen Bettlern reiche Spende, 
auf dass sein Tier die Sprache wiederfände; umsonst! 
Als er am vierten Morgen klagend, 
in tausend Sorgen, was zu machen sei, 
dass wieder reden mög' sein Papagei, 
ließ sich mit bloßem Haupt ein Gelehrter blicken, 
den Schädel glatt wie eines Beckens Rücken. 
Da fing der Vogel gleich zu reden an 
und rief dem Weisen zu: "Sag lieber Mann, 
wie wurdest Kahlkopf du zum Kahlen? Sprich! 
Vergossest du vielleicht auch Öl wie ich?" 
Man lachte des Vergleichs, 
dass seine Lage 
der Vogel auf den Weisen übertrage.







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