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Mittwoch, 8. Juni 2016

Über die Freundschaft | Zitat von Johann Gottfried Herder


Einzeln ist der Mensch ein schwaches Wesen, aber stark in der Verbindung mit anderen. Einsam müht er sich umsonst.

Ein Blick des Freundes oder der Freundin in sein Herz, ein Wort des Rates und des Trostes weitet und hebt den niedrigen Himmel und rückt die Decke des Trauerns hinweg.






Montag, 21. September 2015

Das Rebhuhn und die Hühner • Missgunst • Fabel von Aesop

Ein Hühnerfreund kaufte ein Rebhuhn, um es in seinem Hof mit seinem andern Geflügel laufen zu lassen, allein die Hühner bissen und trieben es stets vom Fressen ab. Dies schmerzte das Tier sehr, denn es glaubte, es geschehe ihm diese Zurücksetzung, weil es fremd sei; betrübt zog es sich in einen Winkel zurück. Bald aber tröstete es sich, als es sah, dass sich die Hühner untereinander ebenso bissen und sprach zu sich: Wenn diese schlechten Tiere Feindseligkeiten sogar gegen sich selbst ausüben, so werde ich wohl eine solche Behandlung mit Gleichmut ertragen können. 

Geiz und Missgunst sind die größten Feinde des Friedens.






Freitag, 15. Mai 2015

Für Augenblicke Götter sein • Novelle von Hermann Hesse

Foto: piqs.de - Luis Cernadas Iglesias
Es gibt Güte und Vernunft in uns, in uns Menschen, mit denen der Zufall spielt, und wir können stärker sein als die Natur und als das Schicksal, sei es auch nur für Stunden. Und wir können einander nahe sein, wenn es not tut, und einander in verstehende Augen sehen, und können einander lieben und einander zum Trost leben. Und manchmal, wenn die finstere Tiefe schweigt, können wir noch mehr. Da können wir für Augenblicke Götter sein, befehlende Hände ausstrecken und Dinge schaffen, die vordem nicht waren und die, wenn sie geschlossen sind, ohne uns weiterleben. Wir können aus Tönen und aus Worten  und aus andern gebrechlichen wertlosen Dingen Spielwerke erbauen, Weisen und Lieder voll Sinn und Trost und Güte schöner und unvergänglicher als die grellen Spiele des Zufalls und Schicksals. Wir können Gott im Herzen tragen, und zuzeiten, wenn wir seiner innig voll sind, kann er aus unsern Augen und aus unsern Worten schauen und auch zu andern reden, die ihn nicht kennen oder kennen wollen. Wir können unser Herz dem Leben nicht entziehen, aber wir können es so bilden und lehren, dass es dem Zufall überlegen ist und auch dem Schmerzlichen ungebrochen zuschauen kann.






Mittwoch, 11. Februar 2015

Die Hasen und die Frösche | Trost im Unglück | Fabel von Aesop

aventin.blogspot.com

Einst kamen die Hasen zusammen und beklagten sich untereinander über ihr Leben, das so unsicher und voll ewiger Besorgnis sei; denn sie fänden von Menschen, Hunden, Adlern und von vielen anderen Seiten her den Tod. Besser sei es, sogleich zu sterben, als das ganze Leben hindurch in Angst zu schweben. Hierüber einig geworden, eilten sie alle einem Teiche zu, um sich hineinzustürzen und den Tod zu finden. 

Rings um den Teich aber saßen Frösche. Diese sprangen, als sie das Geräusch der Herbeilaufenden hörten, ins Wasser. Das sahen die Hasen, und einer von ihnen, der sich für klüger hielt als die anderen, sagte: "Halt, Freunde, tut euch selbst kein Leid an. Ihr seht ja, dass es Geschöpfe gibt, die noch unglücklicher sind als wir."

Lehre:
Im Unglück tröstet man sich mit anderen, die noch übler dran sind. 





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