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Dienstag, 10. Juli 2018

Die drei Ratschläge des Vogels - Parabel

Die drei Ratschläge des Vogels - Parabel:

Jemand fing mit List einen Vogel. Der Vogel sagte zu ihm: “Oh edler Herr, Du hast viele Ochsen u. Schafe gegessen und viele Kamele geopfert; du bist niemals auf dieser Welt davon satt geworden, und meine Glieder werden dich auch nicht sättigen.


Montag, 15. Februar 2016

Der Adler und die Dohle | Arroganz | Fabel von Aesop

Ein Adler stürzte sich hoch aus der Luft auf ein Lamm, fasste es mit seinen Krallen und trug es mit Leichtigkeit davon. Eine Dohle hatte dies mit angesehen, und da sie sich ebenso stark glaubte wie der Adler, flog sie auf einen Widder zu. Aber vergeblich bemühte sie sich, ihn fortzubringen, sie verwickelte sich in die Wolle und konnte nun auch nicht wieder davonfliegen. 

Als ein Hirte sie zappeln sah, haschte er sie, beschnitt ihr die Flügel und nahm sie seinen Kindern zum Spielzeug mit. "Ei! Ei!" riefen hocherfreut die Kinder, "wie nennt man diesen Vogel?" "Vor einer Stunde noch", antwortete der Vater, "hielt er sich für einen Adler, musste aber bald einsehen, dass er nur eine kleine Dohle ist." 

Lehre:
Wage dich nicht an Dinge, die deine Kräfte übersteigen; es gibt sonst zum Schaden noch Spott.





Montag, 13. Juli 2015

Die Schwalbe und die anderen Vögel • Fabel von Aesop

Ein Vogel, welcher glaubte, dass er die Denk- und Handlungsweise der Menschen genau kenne, versammelte eines Tages eine Menge Vögel um sich und sprach zu ihnen: "Die Menschen säen den Hanf in keiner andern Absicht, als um Schlingen daraus zu machen und uns einzufangen. Daher ist es unsere Pflicht, diesen Samen beizeiten auszurotten." Die Schwalbe, die auch zugegen war, entgegnete, dass sie es für weit besser halte, die Freundschaft der Menschen zu suchen. Als ihr Rat keine Zustimmung fand, verließ sie ihre Waldgenossen, flog in die Stadt und vertilgte dort die schädlichen Insekten. Die Menschen sahen bald ihre Nützlichkeit ein und ließen sie ungestört ihr Nest an den Häusern bauen. Die anderen Vögel schadeten den Menschen, wo sie nur konnten, und wurden allerdings auch stark und oft fett dabei. Aber es reifte auch der Hanf und der wurde zu Schlingen verarbeitet, mit denen täglich eine Menge Vögel gefangen wurde, welche mit den Menschen hätten in Ruhe und Freundschaft leben können. 

Besser ist es in Harmonie und Frieden zu leben und nützlicher Tätigkeit, als Wohlleben auf unrechtem Weg mit Gefahr.





Montag, 6. Juli 2015

Die weiße Dohle • Verkleidung • Fabel von Aesop

Eine Dohle sah öfters zu, wie reichlich die Tauben auf einem Bauernhof gefüttert wurden. "Sie bekommen das Futter hingestreut", dachte sie neidisch, "während ich es mühsam suchen muss. Ich will lieber eine Taube werden!" Was tat sie nun? Sie bemalte sich weiß vom Kopf bis zum Fuß, glättete ihr Gefieder und mischte sich unter den Taubenschwarm. Vergnügt pickte sie die Körner auf. Die Tauben ließen sie ruhig gewähren, denn keine vermutete, dass dies ein fremder Vogel sei. So ging das einige Tage - bis die Dohle so unklug war, ihren Schnabel aufzutun und ihr Gekrächze hören zu lassen. "Eine Dohle, eine verkleidete Dohle!" schrien die Tauben wütend, stürzten auf sie zu und hätten sie unbarmherzig totgebissen, wenn es ihr nicht gelungen wäre zu entfliehen. Reumütig kehrte die Dohle zu ihrer Sippe zurück. Jedoch die andern Dohlen erkannten sie nicht mehr in ihrem weißen Kleide. Bösartig hackten sie auf den scheinbar fremden Vogel los. Sie duldeten nicht, dass er unter ihnen lebte. 

So wurde die weiße Dohle schließlich heimatlos und hatte es noch viel schwerer, sich ihre Nahrung zu beschaffen.





Montag, 22. Juni 2015

Die Fledermaus und das Wiesel • Fabel von Aesop

Eine Fledermaus fiel in das Gras. Sofort stürzte ein Wiesel auf sie zu und wollte sie verspeisen. "Ach!" piepste die Fledermaus in Todesangst. "Was willst du? - Was tust du? O lasse mich am Leben!" "Ich verabscheue dich, weil ich alle Vögel verabscheue", fauchte das Wiesel. Die Fledermaus besann sich einen Augenblick. "Ich bin doch kein Vogel; ich kann die Vögel nicht leiden; ich bin doch eine Maus!" beteuerte sie. - Da schenkte ihr das Wiesel das Leben. 

Kurze Zeit nachher hatte die Fledermaus dasselbe Unglück. Wieder war ein Wiesel daran, ihr den Hals durchzubeißen. "Du sollst augenblicklich gefressen werden", sagte es, "ich verabscheue alle Mäuse und dich auch!" "Aber ich bin doch keine Maus, ich kann die Mäuse nicht leiden! Ich bin doch ein Vogel!" - beteuerte die Fledermaus. "Was du nicht sagst -, entschuldige!" antwortete das Wiesel. Und die Fledermaus kam wirklich wieder mit dem Leben davon.






Freitag, 27. März 2015

Die drei Raben • Ballade aus dem Mittelalter • Lied


Auf einem Baum drei Raben stolz, 
Oh weh oh weh, oh Leid oh weh.
Auf einem Baum, drei Raben stolz, 
Sie war'n so schwarz, wie Ebenholz. 

Der eine sprach: "Gefährte mein, 
wo soll die nächste Mahlzeit sein?" 
"In jenem Grund, auf grünem Feld, 
ruht unter seinem Schild ein Held. 

Seine Hunde liegen auch nicht fern, 
Sie halten Wacht bei ihrem Herrn. 
Seine Falken kreisen auf dem Plan, 
Kein Vogel wagt es, sich zu nah'n." 

Da konnt zu ihm ein zartes Reh. 
"Ach dass ich meinen Liebsten seh!" 
Sie hebt sein Haupt, vom Blut so rot, 
Der Liebste, den sie küsst, war tot. 

Sie gräbt sein Grab im Morgenrot, 
Am Abend war sie selber tot. 
Ach großer Gott, uns allen gib 
Solch' Falken, solche Hund, solch Lieb. 

Verfasser: unbekannt, Ursprung England (ca. 1450) 












Samstag, 14. Februar 2015

Kater und Vogel | Gedicht von Wilhelm Busch

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Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
er flattert sehr und kann nicht heim.
Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
die Krallen scharf, die Augen gluh.
Am Baum hinauf und immer höher
kommt er dem armen Vogel näher.
Der Vogel denkt: Weil das so ist
und weil mich doch der Kater frisst,
so will ich keine Zeit verlieren,
will noch ein wenig quinquillieren
und lustig pfeifen wie zuvor.
Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

(Wilhelm Busch)





Donnerstag, 5. Februar 2015

Der Adler und der Fuchs | Freundschaft | Fabel von Aesop

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Der Adler und der Fuchs hatten Freundschaft geschlossen und kamen überein, fortan als Nachbarn beieinander zu hausen; sie glaubten, das würde ihre Freundschaft festigen. Der Adler errichtete also seinen Horst im Wipfel eines hohen Baumes, und der Fuchs grub für seine Jungen einen Bau in einem Busch gleich darunter.

Einmal war nun der Fuchs auf die Jagd gegangen und dem Adler fehlte es an Nahrung für seine Kinder. Da schoss er herab in den Busch und raubte die kleinen Füchslein, die sie zusammen verzehrten. Als der Fuchs heimkam, musste er sehen, was geschehen war. Aber mehr noch als der Tod seiner Jungen schmerzte es ihn, dass er sich nicht rächen konnte. Denn wie sollte er wohl, der Erdgebundene, dem Vogel beikommen? Nur aus der Ferne konnte er seinen Feind verfluchen. 

Aber nicht lange darauf sollte es der Adler büßen, dass er die Freundschaft verraten hatte. Auf dem Felde opferten nämlich die Bauern eines Tages den Göttern eine Ziege. Da flog er hinzu und raubte von dem Altar weg ein Stück des Opfertieres. Dabei bemerkte er nicht, dass er auch ein glühendes Stück Holz mit fortschleppte. Kaum aber hatte er die Beute in seinen Horst gebracht, so sprang der Wind auf, um im Nu stand das Nest aus dürrem Reisig in hellen Flammen, und seine Jungen, die noch nicht flügge waren, stürzten halb verbrannt zu Boden. Da setzte der Fuchs heran und verschlang sie vor den Augen des Adlers, eines nach dem anderen.

Lehre:
Wahre Freundschaft hält ewig. Wer Unrecht sät, der wird Unglück ernten.





Mittwoch, 14. März 2012

Baum-Rätsel von Aesop | Ein Baum hat zwölf Äste

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Es wächst ein Baum, der hat 12 Äste; 
auf jedem Ast sitzen 30 Nester; 
in jedem Nest liegen 24 Eier. 
Aus jedem Ei schlüpft ein Vogel, 
der sechzig hoch zwei Töne singt. 
Eine weiße und eine schwarze Maus nagen daran, 
bis eine grimmige Katze alles auffrißt. 



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