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Dienstag, 24. April 2018

Der glückliche Handwerksgeselle Märchen aus dem Schwabenland

Der glückliche Handwerksgeselle Märchen aus dem Schwabenland:

Märchen aus dem Schwabenland - Ein armer Handwerksgeselle war schon lange auf der Wanderschaft und hatte nur noch drei Kreuzer in der Tasche. Während er so dahinschritt, vertrieb er sich ein wenig die Zeit, indem er die Kupferstücke gegeneinander klimpern ließ und im Takt dazu ein Liedchen pfiff.


Freitag, 16. Dezember 2011

Die Sieben Schwaben | Märchen der Gebrüder Grimm

aventin.blogspot.com
Einmal waren sieben Schwaben beisammen, der erste war der Herr Schulz, der zweite der Jackli, der dritte der Marli, der vierte der Jergli, der fünfte der Michal, der sechste der Hans, der siebente der Veitli. 

Alle sieben hatten sich vorgenommen, die Welt zu durchziehen, Abenteuer zu suchen und große Taten zu vollbringen. Damit sie aber auch sicher gingen, sahen sie's für gut an, dass sie sich zwar nur einen einzigen, aber recht starken und langen Spieß machen ließen. Diesen Spieß fassten sie alle sieben zusammen an, vorn ging der kühnste und männlichste, das musste der Herr Schulz sein, und dann folgten die andern nach der Reihe, und der Veitli war der letzte. 

Nun geschah es, als sie im Heumonat eines Tags einen weiten Weg gegangen waren und noch ein gutes Stück bis in das nächste Dorf hatten, wo sie über Nacht bleiben wollten, in der Dämmerung auf einer Wiese ein großer Rosskäfer oder eine Hornisse nicht weit von ihnen hinter einer Staude vorbeiflog und feindlich brummelte. Der Herr Schulz erschrak so sehr, dass er fast den Spieß hätte fallen lassen und ihm der Angstschweiß am ganzen Leib ausbrach. "Horcht, horcht", rief er seinen Gesellen, "Gott, ich höre eine Trommel!" Der Jackli, der hinter ihm den Spieß hielt und dem ich weiß nicht was für ein Geruch in die Nase kam, sprach: "Etwas ist ohne Zweifel vorhanden, denn ich schmeck das Pulver und den Zündstrick." Bei diesen Worten hub der Herr Schulz an, die Flucht zu ergreifen, und sprang im Hui über einen Zaun. Weil er aber gerade auf die Zinken eines Rechens sprang, der vom Heumachen da liegen geblieben war, fuhr ihm der Stiel ins Gesicht und gab ihm einen ungewaschenen Schlag. "0 wei, 0 wei", schrie der Herr Schulz, "nimm mich gefangen, ich ergeb mich, ich ergeb mich!" Die andern sechs hüpften sogleich auch alle einer über den andern hinzu und schrien: "Ergibst du dich, so ergeb ich mich auch, ergibst du dich, so ergeb ich mich auch." 

Endlich, wie kein Feind da war, der sie binden und fortführen wollte, merkten sie, dass sie betrogen waren. Und damit die Geschichte nicht unter die Leute käme und sie nicht genarrt und gespottet würden, schwuren sie untereinander so lang davon nichts zu erzählen und darüber zu schweigen, bis einer unverhofft das Maul auftäte. 







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