AVENTIN Blog: Indien | AVENTIN - Von einem der auszog Weisheit zu finden ◕‿◕ Balladen Fabeln Gedichte Kunst Kultur Märchen Musik Novellen Orte Parabeln Rätsel Sagen --
Posts mit dem Label Indien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Indien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sage vom Feigenbaum

Sage vom Feigenbaum


Epos aus Indien - Die Sage vom Feigenbaum - Die Götter (Devas) und die Dämonen (Asuras), beide Geschöpfe des Prajapati, stritten um die Herrschaft. Da gingen alle Bäume des Waldes zu den Asuras über, nur der Feigenbaum verließ die Götter nicht.

Sage vom Feigenbaum - Indien
Sage vom Feigenbaum



Schlange und Froschkönig

Schlange und Froschkönig

Schlange und Froschkönig - Fabel aus Indien
Schlange und Froschkönig



Ein Frosch sah am Ufer eines Teiches eine Schlange liegen. Warum liegst du hier so müßig rum? fragte er sie, und gehst nicht auf Beute aus?

Krähe und Flamingo - Fabel aus Indien

Krähe und Flamingo - Fabel aus Indien
Krähe und Flamingo 

Krähe und Flamingo - Fabel aus Indien 

An der Straße nach der Stadt Udschajini stand ein Feigenbaum. Ganz oben nistete ein Flamingo, und auch eine Krähe hatte sich ihr Nest im Blättergewirr des Baumes gebaut.

An einem heißen Sommertag kam ein Wanderer auf dem Weg nach Udschajini daher. Als er den Baum erreichte, blieb er stehen, legte Pfeil und Bogen ins Gras und ließ sich im Schatten der Zweige nieder.

Er schlief ein, denn er war sehr müde, und so tief schlief er, dass er nicht aufwachte, als der Schatten des Baumes unmerklich weiterrückte und sein Gesicht den heißen Strahlen der Sonne aussetzte.

Der Flamingo, oben in der Krone des Feigenbaumes, sah es und hatte Mitleid mit dem Schlafenden. Er flog deshalb herab, breitete seine Flügel über dem Gesicht des Mannes aus und schützte es so vor der sengenden Mittagsglut. Der Schlafende atmete friedlich.

Die Krähe schaute dem barmherzigen Flamingo und dem Mann im Schatten der ausgebreiteten Flügel eine Weile zu, dann spreizte sie ihre schwarzen Schwingen, stieß herab und ließ ihren Unrat auf das Gesicht des Schlafenden fallen und flüchtete.

Der Mann sprang zornig auf, sah den Flamingo über sich und tötete ihn mit einem Pfeilschuss.

Lehre: Bleib niemals in der Gesellschaft eines Bösewichts, es bringt nur Unheil.


Krähe und Flamingo - Fabel aus Indien

Autor: Fabel Indien

Bewertung des Redakteurs:

URL: https://aventin.blogspot.com/2020/11/kraehe-und-flamingo-fabel-indien.html

    An der Straße nach der Stadt Udschajini stand ein Feigenbaum. Ganz oben nistete ein Flamingo, und auch eine Krähe hatte sich ihr Nest im Blättergewirr des Baumes gebaut.

    Affen als Gärtner - Fabel aus Indien

    Affen als Gärtner – Fabel aus Indien
    Affen als Gärtner 

    Affen als Gärtner – Fabel aus Indien 


    Einst herrschte in Benares (Indien) ein mächtiger König. Als ihm ein Sohn geboren wurde, ließ er ein großes Fest feiern. Vom ersten Trommelschlag an, als das Fest verkündet wurde, lebte jeder Mann, jede Frau und jedes Kind in der Stadt nur noch in der Vorfreude auf die Herrlichkeiten, die zu erwarten waren. Nur der Aufseher der königlichen Gärten, ein junger Mann, war niedergeschlagen. »Ich werde den ganzen Tag gießen müssen und nichts von all den Wundern erleben dürfen«, dachte er bei sich. Aber dann kam ihm ein guter Gedanke – wie er dachte!

    Im königlichen Park lebten nämlich viele Affen, und der Gärtner ging zum Anführer des Affenvolkes und bat ihn mit den Worten: »Häuptling der Affen, seit vielen Jahren wohnt dein Volk in diesem Garten, und niemand hat euch je etwas zuleide getan. Ich bitte euch daher, mir ein einziges Mal zu helfen! In der Stadt wird nämlich morgen ein großes Fest gefeiert, doch ich kann nicht fortgehen, weil die jungen Bäumchen hier und die vielen Blumen Wasser brauchen. Ich bitte dich deshalb, lieber Häuptling der Affen, veranlasse morgen, dass die Bäumchen und die Blumen hier im Park von deinen Leuten gegossen werden.«

    Der Anführer der Affen antwortete würdevoll: »Das wollen wir gerne für die tun.«
    »Macht es aber ordentlich!« bat der junge Mann. »Gießt jedes Bäumchen und jede Blume, seid aber nicht zu verschwenderisch mit dem Wasser.«

    Nachdem der Gärtner am nächsten Tag auf das Fest gegangen war, stürzten sich die Affen sogleich lärmend und kreischend auf die Gartenschläuche und Wasserkübel, und verschütteten eine Menge Wasser, bevor noch ein Bäumchen oder eine Blume einen Tropfen davon abbekommen hatte.

    »Ihr Affen«, rief da der Häuptling, »wir müssen mit dem Wasser sparsam sein und dürfen es nicht verschwenden. Reißt daher alle jungen Bäumchen aus und seht euch die Wurzeln genau an. Wenn die Wurzeln lang sind, dann gießt viel Wasser darauf. Wenn sie nur kurz sind, könnt ihr weniger davon verwenden, sonst reicht das Wasser nicht für den ganzen Garten.«

    In der Stadt Benares lebte auch ein alter und weiser Mann, der sich nichts aus dem Fest, dem Lärm, dem Trubel und den tanzenden und singenden Menschen machte. Dieser alte und weise Mann ging, in Gedanken versunken, nun an den königlichen Gärten vorbei und sah, wie die Affen die Blumenbeete verwüsteten und die jungen Bäumchen ausrissen. »Was tut ihr da?« rief er ihnen zu. »Ihr zerstört ja die ganze Pracht der Blumen und diese jungen Bäumchen werden wohl nie wieder Wurzeln schlagen.«

    »Siehst du nicht, dass wir gießen«, schnatterten ihm die Affen entgegen. »Unser Anführer hat es so befohlen. Und wenn wir nicht wären, würden wohl alle Pflanzen hier im Garten verdursten!« Und schon lagen viele welke Blumen und Bäumchen mit vertrockneten Wurzeln am Boden.

    Der alte weise Mann schüttelte nur noch den Kopf, und nachdem er noch mehrmals vergeblich versucht hatte, die Affen von ihrem Zerstörungswerk abzuhalten, ging er weiter und dachte bei sich: ‘Wenn dieses närrische Volk einmal etwas Nützliches tun will, stiftet es doch nur Schaden. So geschieht es leider auch bei den Menschen. Viele Toren gibt es, die das Gute zerstören, während sie glauben, recht nützlich zu sein‘.

    Affen als GärtnerFabel aus Indien

    Autor*in: Fabel aus Indien

    Bewertung des Redakteurs:

    URL: https://aventin.blogspot.com/2019/11/affen-als-gartner.html

      Einst herrschte in Benares (Indien) ein mächtiger König. Als ihm ein Sohn geboren wurde, ließ er ein großes Fest feiern. Vom ersten Trommelschlag an, als das Fest verkündet wurde, lebte jeder Mann, jede Frau und jedes Kind in der Stadt nur noch in der Vorfreude auf die Herrlichkeiten, die zu erwarten waren. Nur der Aufseher der königlichen Gärten, ein junger Mann, war niedergeschlagen. »Ich werde den ganzen Tag gießen müssen und nichts von all den Wundern erleben dürfen«, dachte er bei sich. Aber dann kam ihm ein guter Gedanke – wie er dachte!

      Der Sieg der Götter - Indische Sage

      Der Sieg der Götter – Indische Sage - Götter und Dämonen
      Der Sieg der Götter 

      Der Sieg der Götter – Indische Sage - Götter und Dämonen 


      Als die Götter und die Dämonen miteinander kämpften, gelang zunächst keinem ein Sieg.

      Brihaspati, der Herr des Gebets, war oberster Priester der Götter und Usanas Kavja der der Dämonen. Den Ritus, den die Götter vorwärts ausführten, den führten die Dämonen rückwärts aus. Da dieser Ritus also der gleiche war, erfocht er keinen entscheidenden Sieg.

      Doch ein dreiköpfiger Gandharva, einer der im Wasser Hausenden, wusste um den Sieg. Er bewohnte auf den Fluten eine schwimmende Schiffsstadt. Es war Indra bekannt, dass der Dreiköpfige wusste, wer von ihnen siegen würde.

      Indra pflegte dessen Frau, die Wasserfrau Apsaras, zu besuchen. Weil er auf den Sieg aus war, sagte er zu ihr: »Frag doch deinen Mann, wer von diesen Göttern und Dämonen, die schon lange miteinander kämpfen, den Sieg erringen wird?« Sie versprach es und tauchte hinab. Indra aber verwandelte sich in einen Blutegel oder in ein Seegras und heftete sich an die Schiffswand.

      Apsaras fragte ihren Gatten Gandvarva: »Wer von diesen Göttern und Dämonen, die schon lange miteinander kämpfen, wird den Sieg erringen?«

      »Nicht so laut«, sagte er, »denn die Erde hat Ohren.« Darum sagen die Menschen noch heute: Nicht so laut! Denn die Erde hat Ohren.

      »Nein, rede nur«, sagte sie.

      Da sprach er: »Diese beiden Brahmanen haben gleiches Wissen, Brihaspati unter den Göttern und Usanas Kavja unter den Dämonen. Was die beiden tun, das bewirkt dasselbe. Die Opfergaben, die der eine opfert, die opfert auch der andere. Sie vereinigen sich miteinander und heben einander auf. Wenn einer von beiden zu der anderen Partei übergeht, so wird diese Partei siegen.«

      Als Indra das vernommen hatte, verwandelte er sich in einen Papagei und flog davon. Der Gandharva blickte dem Fliegenden nach und sagte: »Diejenigen werden siegen, denen der Grüne gehört, der dort fliegt.«

      Indra begab sich zu Usanas Kavja bei den Dämonen. »Rishi, Weiser«, sagte er zu ihm, »was sind das für Leute, die du da stärkst. Du gehörst doch zu uns, und wir zu dir. Komm zu uns zurück!«

      Die beiden flohen und konnten sich der Dämonen, die sie verfolgten, durch Veda-Sprüche erwehren. So endlich besiegten die Götter die Dämonen.

      Der Sieg der GötterIndische Sage

      Autor*in: Indische Sage

      Bewertung des Redakteurs:

      URL: https://aventin.blogspot.com/2019/07/der-sieg-der-gotter.html

        Als die Götter und die Dämonen miteinander kämpften, gelang zunächst keinem ein Sieg. Brihaspati, der Herr des Gebets, war oberster Priester der Götter und Usanas Kavja der der Dämonen. Den Ritus, den die Götter vorwärts ausführten, den führten die Dämonen rückwärts aus. Da dieser Ritus also der gleiche war, erfocht er keinen entscheidenden Sieg.